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Trump sagt, die USA würden „Bodenangriffe“ gegen Kartelle beginnen, und kritisiert Mexiko scharf

Donald Trump
POLITICO / YouTube

Er behauptet, die Kartelle würden Mexiko kontrollieren.

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Die USA nehmen seit Monaten mutmaßliche Drogenschmuggelboote im Pazifik und in der Karibik ins Visier. Dabei wurden nach Angaben der BBC, die vor einer Woche berichtete, mehr als 30 Schiffe angegriffen und bis zum 1. Januar 2026 mindestens 110 Menschen getötet.

Am vergangenen Wochenende eskalierte die Lage weiter, als die USA eine Militäroperation in Venezuela durchführten, bei der der venezolanische Diktator Nicolás Maduro festgenommen wurde. Er wurde inzwischen nach New York gebracht und dort unter anderem wegen Narkoterrorismus angeklagt.

Nun steht die US-Offensive gegen den Drogenhandel jedoch vor einer weiteren Ausweitung, sagt Donald Trump.

In einem Interview mit Fox News erklärte der US-Präsident, die Vereinigten Staaten bereiteten die Aufnahme von Bodenangriffen gegen Drogenkartelle vor – Pläne, die das Potenzial hätten, die Spannungen zwischen den USA und den lateinamerikanischen Ländern weiter zu verschärfen.

Druck auf Mexiko

In der Sendung Hannity sagte Trump, die Kartelle hätten die Kontrolle über Mexiko übernommen, und bezeichnete die Situation als zutiefst beunruhigend.

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„Wir werden mit Bodenangriffen gegen die Kartelle beginnen. Die Kartelle kontrollieren Mexiko. Es ist sehr, sehr traurig zu sehen, was in diesem Land geschehen ist“, sagte er.

Der Präsident hat zudem den Druck auf die mexikanische Regierung erneuert und sie aufgefordert, „endlich Ordnung zu schaffen“, nach monatelangen Auseinandersetzungen über Drogenhandel und Handelsfragen.

Trump erklärte, er habe die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum gebeten, US-Streitkräften Einsätze innerhalb Mexikos zur Bekämpfung von Kartellgruppen zu erlauben – eine Bitte, die nach seinen Angaben bereits zuvor abgelehnt worden sei.

Mexiko fordert stattdessen Zusammenarbeit

Sheinbaum hat eine ausländische militärische Intervention abgelehnt und die Souveränität sowie die Unabhängigkeit Mexikos in Sicherheitsfragen betont. Ihre Regierung fordert stattdessen eine Zusammenarbeit, die nationale Grenzen respektiert.

In den vergangenen Monaten haben die USA ihre militärische Präsenz in der Karibik verstärkt und im Rahmen von Anti-Drogen-Maßnahmen Angriffe auf mit Venezuela in Verbindung stehende Schiffe durchgeführt.

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Experten, Nichtregierungsorganisationen und Vertreter der Vereinten Nationen haben die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen infrage gestellt.

Bislang hat die US-Regierung keine öffentlichen Beweise vorgelegt, die belegen, dass alle ins Visier genommenen Boote tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. Trump erklärte dennoch, US-Streitkräfte hätten eine Anlegestelle in Venezuela zerstört, die angeblich von Schmugglern genutzt worden sei.

Quellen: Fox News, Reuters, BBC