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Trump veröffentlicht gefälschten Wikipedia-Eintrag und erklärt sich selbst zum „amtierenden Präsidenten Venezuelas“

Donald Trump
noamgalai/Shutterstock

Donald Trump hat online erneut eine Kontroverse ausgelöst, nachdem er ein Bild geteilt hatte, das ihn offenbar zum Staatsoberhaupt eines anderen Landes erklärte.

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Der Beitrag erregte schnell Aufmerksamkeit bei Unterstützern und Kritikern gleichermaßen und verschärfte die ohnehin bestehenden Spannungen rund um die Ereignisse in Südamerika.

Das Bild selbst warf Fragen nach Absicht, Rechtmäßigkeit und dem Zustand der Beziehungen zwischen Washington und Caracas auf.

Social-Media-Aktion

Trump lud das Bild laut Daily Express am 11. Januar auf seinem Truth-Social-Konto hoch.

Die Grafik war wie ein Wikipedia-Eintrag gestaltet und zeigte Trump mit der Bezeichnung „Acting President of Venezuela“.

Die fingierte Seite enthielt sein offizielles Präsidentenporträt und verwies auf seine Amtszeiten als 45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten.

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Sie erschien nicht auf Wikipedia selbst und wurde von keiner internationalen Organisation anerkannt.

Nutzer im Internet verbreiteten das Bild rasch weiter, die Reaktionen reichten von Spott bis zu Zustimmung. Einige Kommentatoren bezeichneten es als Satire, andere sahen darin eine gezielte Provokation.

Machtwechsel in Caracas

Der Beitrag erschien wenige Tage nachdem Delcy Rodríguez am 5. Januar 2026 nach einem plötzlichen Führungswechsel als Übergangspräsidentin Venezuelas vereidigt worden war. Zuvor hatte sie als Stellvertreterin von Nicolás Maduro gedient.

Rodríguez erklärte, sie sei erschüttert über das, was sie als „Entführung“ von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores bezeichnete, nachdem US-Kräfte beide festgenommen hatten.

Diese Aussagen wurden in einer Fernsehansprache an die venezolanische Bevölkerung übertragen.

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Ihre Übergangsführung wird von Washington nicht anerkannt, das sein Vorgehen als Teil eines langjährigen Vorgehens gegen die Regierung Maduro verteidigt.

Folgen der US-Operation

Nach Angaben des Daily Express nahmen US-Kräfte Maduro im Januar 2026 in Caracas fest und brachten ihn nach New York. Dort befindet er sich nun in Bundesgewahrsam und sieht sich mit drogenbezogenen Anklagen konfrontiert.

Maduro bekannte sich vergangene Woche vor einem Gericht in Manhattan für nicht schuldig und beharrte darauf, trotz seiner Inhaftierung weiterhin der legitime Präsident Venezuelas zu sein.

Der Einsatz folgte auf Monate von Sanktionen und militärischem Druck auf das ölreiche Land.

Trump warnte die neue Führung Venezuelas anschließend, dass weitere Konsequenzen folgen könnten, falls sie nicht „das Richtige tut“, wie er in einem Interview mit The Atlantic sagte.

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Wachsende internationale Reaktionen

Mehrere Regierungen, darunter China, Russland, Kolumbien und Spanien, verurteilten das Vorgehen der USA und bezeichneten es als Verletzung des Völkerrechts und der venezolanischen Souveränität.

Auch bei den Vereinten Nationen wurden Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Intervention und der möglichen Präzedenzwirkung geäußert.

Zu den Online-Reaktionen auf Trumps Beitrag gehörten unter anderem:

„This guy thrives on controversy,“ „Someone should tell him the regime missed the memo,“ und „Wikipedia edit pranks are always spot on and genuinely funny.“

Quellen: Daily Express, The Atlantic

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