Laut dem deutschen Verteidigungsminister ist die Verlegung proaktiv und präventiv.
Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran ist unterzeichnet, und obwohl die Tinte kaum trocken ist, bereiten sich die Nationen nun darauf vor, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
Laut Reuters sind derzeit zwei deutsche Marineschiffe auf dem Weg ins Rote Meer, um sich auf eine mögliche Mission in der Straße von Hormus vorzubereiten.
Nach Angaben von UNITED24 Media handelt es sich bei den beiden Schiffen um das Minensuchboot Fulda und das Versorgungsschiff Mosel.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte die Verlegung im Vorfeld eines NATO-Treffens in Brüssel an und bezeichnete sie als proaktiven Schritt.
„Einheiten werden vorsorglich für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus neu positioniert. Dies ist eine proaktive und präventive Maßnahme. Wir wollen bereit sein, schnell zu handeln und uns rasch in der Straße von Hormus zu positionieren, falls ein solcher Bedarf entsteht“, sagte Pistorius laut Reuters.
Lokale Zustimmung einholen
Die Schiffe sind im Rahmen eines bestehenden EU-Mandats auf dem Weg nach Dschibuti, doch ein Einsatz in der Straße von Hormus erfordert spezifische rechtliche Vereinbarungen und die Zusammenarbeit vor Ort.
„Für die Straße von Hormus benötigen wir einen klaren internationalen Rechtsrahmen. Wir brauchen ein förderliches Umfeld, was vor allem die Zustimmung Irans und Omans für entsprechende Minenräumaktivitäten bedeutet. Vieles hängt nun davon ab, wie die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in den nächsten 60 Tagen vorankommen“, merkte der deutsche Verteidigungsminister an.
Trotz dieser Hürden bleibt Berlin optimistisch und ist bereit zu helfen.
„Wir sind auf jeden Fall bereit. Wenn es so weit kommt, sind wir bereit“, betonte Pistorius.
Ein strategischer Handel
Diese Entwicklung fällt mit intensiven Verhandlungen zusammen. Das Weiße Haus wird europäische Interessen in der Ukraine unterstützen, wenn europäische Nationen Marinehilfe für die wichtige Straße von Hormus entsenden.
Unterdessen unterzeichnete Donald Trump während eines G7-Dinners in Versailles ein Memorandum of Understanding mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian. Susie Wiles lobte den Durchbruch.
„Der G7-Gipfel war ein großer Erfolg und eine Gelegenheit, sicherzustellen, dass die Mitglieder und andere Teilnehmer ‚America First‘ in Aktion sehen. Die Reise gipfelte in einem wunderschönen Abendessen und einer Geburtstagsfeier für Präsident Trump in Versailles […] Niemand arbeitet härter. Präsident Trump unterzeichnete das MOU mit den Iranern, während er beim Abendessen war“, sagte sie.
Gleichzeitig verstärkt Deutschland die Luftverteidigung der Ukraine. Berlin wird 200 Millionen US-Dollar für Patriot-Raketen und weitere 200 Millionen US-Dollar über einen US-amerikanischen Waffenmechanismus bereitstellen.