Die Ukraine gibt an, ihre Streitkräfte hätten ein russisches Raketenkriegsschiff nahe dem Marinestützpunkt in Kaspijsk, Dagestan, getroffen und damit Langstreckenangriffe weit über das Hauptschlachtfeld hinaus ausgedehnt.
United24Media berichtete, dass die nächtliche Operation ein Schiff der Projekt 22800 Karakurt-Klasse zum Ziel hatte, das in der Lage ist, Kalibr-Marschflugkörper abzufeuern, die häufig bei russischen Angriffen auf die Ukraine eingesetzt werden.
Marineziel getroffen
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs erfolgte der Angriff in der Nähe russischer Marineanlagen in der Kaspischen Meer-Region.
„Die Verteidigungskräfte der Ukraine hätten ein kleines Mehrzweck-Raketenschiff des Projekts 22800 Karakurt im Bereich der Basis Kaspiysk getroffen“, teilte das Militär mit.
Ukrainische Beamte erklärten, dass das Ausmaß des Schadens noch bewertet werde.
Tiefe Angriffe dauern an
Die gemeldete Operation ist eines der jüngsten Beispiele dafür, dass die Ukraine militärische Infrastruktur tief im russischen Territorium angreift.
United24Media merkte an, dass die Schiffe der Karakurt-Klasse trotz ihrer relativ kompakten Größe schwer bewaffnet sind.
Die Schiffe sollen vertikale Startsysteme tragen, die in der Lage sind, Kalibr-Marschflugkörper sowie P-800 Oniks-Antischiffsraketen abzufeuern.
Weitere Militärstandorte angegriffen
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs trafen nächtliche Angriffe auch mehrere russische Militäreinrichtungen in der besetzten Ostukraine.
Das Militär teilte mit, dass zu den Zielen ein Kommandoposten in Sosnivka in der Region Luhansk, ein Drohnenkontrollzentrum bei Jasne in der Region Donezk sowie Munitions- und Treibstofflager an anderen Orten im besetzten Gebiet gehörten.
Die Ukraine meldete zusätzlich Angriffe auf russische Truppenkonzentrationen bei Dersowe in der Region Donezk und Smyle in der Region Saporischschja.
Druck auf Russland
United24Media berichtete, dass die Schiffe der Karakurt-Klasse auch mit AK-176MA-Marinegeschützen, AK-630-Verteidigungssystemen und, in neueren Varianten, Pantsir-ME-Marineflugabwehrsystemen ausgestattet sind.
Der Angriff folgt auf einen weiteren jüngsten ukrainischen Drohnenangriff auf ein ähnliches russisches Raketenschiff nahe dem Hafen von Primorsk in der russischen Region Leningrad.
Die Ukraine setzt zunehmend auf Langstrecken-Drohnen- und Spezialoperationsangriffe, um die russische Militärlogistik, Marineinfrastruktur und Raketenstartfähigkeiten weit hinter den Frontlinien zu schwächen.
Quellen: United24Media, Ukrainischer Generalstab.