Ein ruhiges abendliches Beisammensein verwandelte sich in einen gefährlichen Vorfall, als eine unerwartete Explosion eine Gruppe von Kindern in Österreich erschütterte. Die Behörden geben an, die Ursache reiche Jahrzehnte zurück.
Die Ermittler versuchen nun zu klären, wie die Gefahr unentdeckt bleiben konnte, berichtet HotNews.
Explosion auf dem Zeltplatz
Wie HotNews unter Berufung auf Reuters berichtet, wurden am Samstagabend in Oberösterreich fünf Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren verletzt, nachdem ein Sprengsatz unter ihrem Lagerfeuer detoniert war.
Die aus einem anderen Landesteil angereiste Gruppe hatte sich vor der Explosion an der Stelle versammelt.
Rettungskräfte reagierten schnell, und die Kinder wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus in Linz gebracht.
Verborgene Gefahr entdeckt
Nach der Explosion durchsuchte die Polizei das umliegende Gebiet und entdeckte in der Nähe eines zweiten Lagerfeuerplatzes einen weiteren Sprengkörper.
Beamte beschrieben beide Gegenstände als Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die auch Jahrzehnte später noch explosionsfähig waren.
Ein Entschärfungskommando wurde hinzugezogen, um den zweiten Sprengsatz sicher zu entschärfen.
Ermittlungen laufen
Die Behörden gaben an, sie versuchten nun zu klären, wie die Sprengkörper unter die Lagerfeuerplätze gelangten.
„Es laufen derzeit Ermittlungen, wie Kriegsrelikte unter den Lagerfeuerbereich gelangten“, so die Polizei in einer Erklärung.
Das Ausmaß der Verletzungen der Kinder wurde noch nicht vollständig bestätigt.
Seltene, aber reale Gefahr
Obwohl in Österreich gelegentlich nicht explodierte Kriegssprengkörper entdeckt werden, insbesondere bei Bauarbeiten, bleiben Vorfälle mit Verletzungen selten.
Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Gefahren, die von historischen Kriegsrelikten ausgehen, die jahrelang im Untergrund verborgen bleiben können.
Beamte untersuchen den Ort weiterhin im Rahmen der laufenden Ermittlungen.
Quellen: HotNews, Reuters