Eine große Nuklearanlage in der Ukraine hat erneut die Stromversorgung verloren, was neue Sicherheitsbedenken aufwirft.
Der Vorfall markiert eine weitere Störung an einem Standort, der bereits unter intensiver internationaler Beobachtung steht, wie Ukrainska Pravda. berichtet.
Erneuter Stromausfall
Das Kernkraftwerk Saporischschja hat erneut einen Stromausfall erlebt.
Nach Angaben von *Ukrainska Pravda*, die sich auf Energoatom beruft, verlor die Anlage am 26. April ihre externe Stromversorgung.
Der Ausfall ereignete sich, nachdem eine wichtige Übertragungsleitung getrennt wurde.
Dies zwang das Kraftwerk, sich zur Aufrechterhaltung des Betriebs auf Notfallsysteme zu verlassen.
Notfallmaßnahmen
Zur Stabilisierung der Lage wurden Notstromgeneratoren aktiviert.
Laut *Ukrainska Pravda* versorgten 19 Dieselgeneratoren das Kraftwerk für etwa 90 Minuten mit Strom.
Diese Systeme sind entscheidend für die Kühl- und Sicherheitsfunktionen in Kernkraftwerken.
Offizielle warnen, dass die wiederholte Abhängigkeit von Notstrom die Risiken erhöht.
Wachsende Gefahr
Der jüngste Ausfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein.
Nach Angaben von *Ukrainska Pravda* ist dies der 15. Stromausfall, seit russische Streitkräfte die Kontrolle über den Standort übernommen haben.
Energoatom warnte, dass jede Störung die Gefahr eines nuklearen oder radiologischen Zwischenfalls erhöhe.
Die Risiken reichen über die Ukraine hinaus und könnten weite Teile Europas betreffen.
Forderung nach Kontrolle
Die ukrainischen Behörden fordern einen Wechsel in der Verwaltung des Kraftwerks.
Laut *Ukrainska Pravda* erklärte Energoatom, die Rückführung der Anlage unter ukrainische Kontrolle sei unerlässlich.
Offizielle argumentieren, dass nur ihr rechtmäßiger Betreiber einen sicheren Betrieb gewährleisten könne.
Die Situation bleibt ein zentrales Anliegen für die internationale nukleare Sicherheit.
Quellen: Ukrainska Pravda, Energoatom