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Zwei ehemalige Polizisten in London wegen Spionage verurteilt

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Elena Rostunova / Shutterstock.com

Das Vertrauen in die Menschen, die unsere Nachbarschaften schützen sollen, ist ein grundlegender Bestandteil der alltäglichen Sicherheit.

Wenn dieselben Hüter heimlich einer fremden Supermacht dienen, erschüttert der Verrat das Sicherheitsgefühl einer Gemeinschaft zutiefst, berichtet Digi24.ro.

Geheime Polizeioperationen

Zwei ehemalige Polizisten erhielten in London hohe Haftstrafen wegen Spionage im Auftrag Hongkongs und Chinas. Nach einem Aufsehen erregenden Prozess am Old Bailey verhängte ein Richter Haftstrafen von acht beziehungsweise zehn Jahren. Einem Bericht von Digi24.ro zufolge verfolgten die beiden Pro-Demokratie-Aktivisten und Politiker, die Peking kritisierten. Zu den Zielpersonen gehörte der konservative Abgeordnete Iain Duncan Smith.

Die Verurteilten sind der 66-jährige Chung Biu Yuen und der 41-jährige Chi Leung Wai. Yuen war früher ein hochrangiger Hongkonger Polizeibeamter. Später wechselte er in eine Handelsfunktion für die Regierung in London. Wai hingegen arbeitete direkt für die Polizei der City of London und den britischen Grenzschutzdienst.

Die Ermittler bewiesen, dass Wai seine Position nutzte, um auf Anweisung aus Hongkong Informationen zu sammeln. Helen Flanagan, Leiterin des Anti-Terror-Kommandos der London Metropolitan Police, skizzierte den schwerwiegenden Vertrauensbruch nach der Urteilsverkündung.

Eine deutliche Warnung

„Wai und Yuen zielten auf Pro-Demokratie-Aktivisten im Vereinigten Königreich und sandten hochsensible Informationen über sie und ihre Familien an die Behörden Hongkongs“, erklärte Flanagan. Sie fügte hinzu, die Verurteilungen sollten als deutliche Warnung dienen.

Der Fall hat im Vereinigten Königreich massive politische Reaktionen ausgelöst. Zehntausende Hongkonger Bürger flohen nach Großbritannien, nachdem Peking 2020 ein repressives Sicherheitsgesetz verabschiedet hatte. Sicherheitsministerin Angela Eagle verdeutlichte die Haltung der Regierung.

„Wir werden China weiterhin zur Rechenschaft ziehen und gegen alles vorgehen, was die Sicherheit der Menschen in unserem Land gefährdet. Dazu gehört auch der Einsatz von Haftbefehlen und Kopfgeldern durch die Hongkonger Polizei, der illegales Verhalten auf britischem Boden fördert“, sagte Eagle in einer offiziellen Erklärung.

Unterdessen reagierten ausländische Beamte verärgert. Ein Sprecher der Hongkonger Regierung teilte der AFP mit, die Behauptungen seien „haltlose Anschuldigungen“ und warf den britischen Behörden vor, den Prozess zu manipulieren. Die Angeklagten betonten durchweg ihre Unschuld.

Quellen: Digi24.ro, AFP