Die Revo Hospitality Group, ein europaweit aktiver Hotelbetreiber, hat ein umfassendes Restrukturierungsverfahren eingeleitet.
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Nach Angaben des Unternehmens sind rund 140 Gesellschaften betroffen, überwiegend in Deutschland und Österreich.
Das Verfahren wird in Eigenverwaltung durchgeführt, mit dem Ziel, den laufenden Hotelbetrieb zu stabilisieren und fortzuführen.
Die Gruppe betreibt insgesamt etwa 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern. Die Standorte in Polen sind nach Unternehmensangaben nicht Teil des Restrukturierungsprozesses.
Kostenanstieg und schnelles Wachstum als Auslöser
Als Hauptursachen für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen deutlich gestiegene Arbeitskosten, höhere gesetzliche Mindestlöhne sowie zunehmende Ausgaben für Miete, Energie und Lebensmittel.
Zusätzlich habe das rasche Wachstum der vergangenen Jahre die Integration neu übernommener Hotels erschwert.
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Ein Vertreter des Sanierungsteams erklärte, man werde „den Betrieb kurzfristig stabilisieren und gemeinsam mit den wichtigsten Beteiligten erste Sanierungsschritte umsetzen“.
Zudem sei bei der Bundesagentur für Arbeit eine Vorfinanzierung der Löhne für die Monate Januar bis März 2026 beantragt worden.
Ein weiterer Sanierungsexperte betonte, dass die Eigenverwaltung eine schnelle Neuaufstellung ermögliche.
Sie schaffe die Voraussetzung, Vermögenswerte geordnet an Investoren zu übertragen, ohne den Hotelbetrieb wesentlich einzuschränken.
Unternehmensgröße und Ausblick
Die Revo Hospitality Group erzielt einen Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 8.300 Menschen.
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Ziel der Restrukturierung sei es, die wirtschaftliche Grundlage der betroffenen Gesellschaften nachhaltig zu sichern.
Quelle: WP