Die heimische Produktion reicht einfach nicht aus, um die Nachfrage zu decken.
Präsident Donald Trump rief am Montag den nationalen Notstand aus, um die amerikanische Lebensmittelversorgung vor Bedrohungen aus dem Ausland zu schützen. Die Entscheidung setzt vorübergehend Importzölle auf wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Marokko aus.
Gemäß dem neuen Dekret werden marokkanische Phosphatdünger für bis zu acht Monate vollständig zollfrei ins Land eingeführt.
Laut dem Dokument, über das zunächst FOX Business berichtete und das anschließend auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht wurde, haben jüngste globale Konflikte und erbitterte Handelsstreitigkeiten die internationalen Lieferketten erheblich gestört.
Die Regierung erklärte, dass die proaktive Maßnahme darauf ausgelegt sei, schnell zu handeln. Im Text hieß es: „Diese Proklamation wird sicherstellen, dass amerikanische Landwirte kurzfristig Zugang zu einer ausreichenden und rechtzeitigen Versorgung mit Phosphatdüngern haben, um erhebliche Risiken für die heimische Lebensmittelversorgung zu mindern.“
Wurzeln der Versorgung
Amerikanische Farmen verbrauchen enorme Mengen an Phosphor für den Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Sojabohnen und Weizen. Phosphor ist ein unverzichtbarer Bestandteil. Landwirte bringen typischerweise mehr als die Hälfte ihres jährlichen Düngers im Herbst und im frühen Frühjahr aus.
Derzeit reicht die heimische Produktion von Phosphatdüngern nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Das Weiße Haus ist der Ansicht, dass sich die Nation ein weiteres Zuwarten nicht leisten kann.
In der Proklamation heißt es: „Die Proklamation erklärt einen Notstand aufgrund von Bedrohungen für die Verfügbarkeit ausreichender Düngemittelmengen zur Deckung des landwirtschaftlichen Bedarfs der Vereinigten Staaten.“
Beamte bestehen darauf, dass die Sicherung der heimischen Lebensmittelproduktion eine Frage des Überlebens ist. Im Dokument heißt es: „Präsident Trump ist der Ansicht, dass amerikanische Landwirte einen zuverlässigen Zugang zu wichtigen Düngemitteln haben müssen, um erhebliche Risiken für die Lebensmittelproduktion zu mindern, die nationale Sicherheit zu gewährleisten und eine stabile heimische Lebensmittelversorgung sicherzustellen.“
Umfassende Unterstützung für die Landwirtschaft
Die Zollaussetzung ist der jüngste Schritt in einer umfassenderen Kampagne des Weißen Hauses zur Senkung der Lebensmittelkosten. Ein separates Faktenblatt der Regierung hob jüngste Steuersenkungen hervor, die ländlichen Gemeinden nach Angaben der Regierung erhebliche Entlastung verschafft hätten.
Die Regierung lobte ihre Gesetzgebungsbilanz. Sie behauptete, die umfassendere „America First Trade Agenda“ habe den globalen Marktzugang erheblich verbessert, die Einkommen der Landwirte gestärkt, Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert und das Agrarhandelsdefizit verringert.
Laut FOX Business ist dies nicht die erste Exekutivmaßnahme im Bereich der Lebensmittelversorgung. Im Februar 2026 berief sich Trump auf den Defense Production Act, um elementaren Phosphor zu schützen. Im Juni folgte eine Exekutivanordnung zur Beschleunigung der Entwicklung von Agrartechnologien.