Durchbruch in der RAF-Fahndung: Ehemalige RAF-Terroristin nach Jahrzehnten gefasst

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Festnahme von Daniela Klette in Berlin.

Nach über drei Jahrzehnten auf der Flucht wurde die ehemalige mutmaßliche Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF), Daniela Klette, in einer Wohnung in Berlin festgenommen.

Diese Festnahme markiert einen signifikanten Erfolg in der langwierigen Verfolgung ehemaliger RAF-Mitglieder. Klette, die unter anderem wegen versuchten Mordes gesucht wurde, fiel den Behörden in die Hände, nachdem die Polizei Munition und einen italienischen Pass in der Wohnung sicherstellte, wie die Tagesschau berichtet.

Die Festnahme erfolgte durch die Polizei aus Niedersachsen am Montagabend in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Kreuzberg. 

Die Wohnung, gelegen in einem siebengeschossigen Mietshaus nahe der ehemaligen Grenze zwischen West- und Ost-Berlin, wird derzeit von Kriminaltechnikern untersucht. 

Die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen haben eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt, um weitere Details zu der Festnahme zu veröffentlichen.

Daniela Klette, Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg werden schwerer Raubüberfälle und versuchten Mordes beschuldigt, die zwischen 1999 und 2016 in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stattfanden.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Überfälle dazu dienten, das Leben der Flüchtigen im Untergrund zu finanzieren.

Klette steht zudem im Verdacht, an einem Schusswaffenangriff auf die US-Botschaft in Bonn im Jahr 1991 und einem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt im Jahr 1993 beteiligt gewesen zu sein.