Hochzeitsdrama: Bräutigam von Polizei abgeführt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Instagram/@orfniederoesterreich
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Festnahme während der eigenen Hochzeit.

In einer dramatischen Wendung der Ereignisse wurde ein 26-jähriger Mann während seiner Hochzeitszeremonie im Schloss Vösendorf, Österreich, von der Fremdenpolizei festgenommen. 

Der kurdische Staatsbürger befand sich mitten in der Trauung, als die Beamten eingriffen und ihn in Gewahrsam nahmen. Dieser Vorfall hat weitreichende Aufmerksamkeit und Diskussionen ausgelöst.

Laut einem Bericht von noe.ORF.at war die Hochzeit des Paares rechtmäßig und schon lange geplant. Der Bräutigam erhielt jedoch zehn Tage vor der Zeremonie einen negativen Asylbescheid vom Verwaltungsgerichtshof. 

Sein Anwalt, Gregor Klammer, kritisiert das Vorgehen der Fremdenpolizei als unverhältnismäßig und rechtlich fragwürdig. 

Klammer betont, dass die Eheschließung dem Mann sofortiges Aufenthaltsrecht gewährt hätte und wirft der Polizei vor, die Hochzeit absichtlich verhindert zu haben, um die Rechtmäßigkeit seines Aufenthalts zu unterbinden.

Der Anwalt plant nun, sich für den Verbleib seines Mandanten in Österreich starkzumachen und verweist auf Unregelmäßigkeiten im Verfahren. 

Der Fall hat eine Debatte über die Rechtmäßigkeit und Angemessenheit polizeilicher Eingriffe bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten ausgelöst und wirft Fragen über die Behandlung von Asylsuchenden auf.