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Was Flugbegleiter beim Einsteigen ins Flugzeug beobachten

Passenger flight attendants boarding plane airplane
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Es ist ein vertrauter Teil des Boardings, den die meisten Menschen ignorieren. Doch diese kurze Interaktion mit der Kabinenbesatzung erfüllt einen Zweck, den nur wenige Passagiere erkennen.

„Hallo“.

Dieser kurze Austausch am Flugzeugeingang wirkt oft wie reine Routinehöflichkeit. Die meisten Passagiere sind mit anderen Dingen beschäftigt und nehmen die Begrüßung beim Einsteigen kaum wahr.

Doch im Flugbetrieb hat dieser Moment einen praktischeren Zweck, der direkt mit der Sicherheit zusammenhängt.

Das Kabinenpersonal ist darauf geschult, Passagiere vom ersten Moment an zu beobachten. Die Begrüßung, die oberflächlich freundlich erscheint, gibt dem Personal die Möglichkeit, schnell einzuschätzen, ob jemand reisefähig ist.

Die Wizz-Air-Flugbegleiterin Ioana Iachim hob dies in einem vielgesehenen TikTok-Video hervor und erklärte, dass die Crew „nicht nur aus Höflichkeit Hallo sagt, sondern auch überprüft, ob man zu betrunken oder krank zum Fliegen ist.“

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Dies entspricht den allgemeinen Abläufen im Luftverkehr, bei denen es als deutlich sicherer gilt, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, als sie während des Flugs zu bewältigen.

Den Moment einschätzen

Diese wenigen Sekunden an der Tür reichen erfahrenem Kabinenpersonal oft aus, um subtile Warnsignale zu erkennen.

Sprechweise, Körperhaltung und allgemeines Verhalten können darauf hindeuten, ob ein Passagier besondere Aufmerksamkeit benötigt.

In der Branche wird eine frühzeitige Intervention betont. Wenn jemand krank wirkt, stark betrunken ist oder ungewöhnlich angespannt erscheint, kann die Crew noch vor dem Abflug eingreifen, wenn noch Handlungsspielraum besteht und die Risiken geringer sind, schreibt LadBible.

Viele Reisende sind sich nicht bewusst, dass diese Einschätzung überhaupt stattfindet. Die Interaktion bleibt meist unbemerkt und geht im Ablauf des Boardings unter.

Geteilte Verantwortung

Der Pilot Captain Tomar Awdhesh beschrieb in einem Video auf LinkedIn denselben Prozess aus der Perspektive des Cockpits und stellte fest, dass die Kabinenbesatzung während der Begrüßung der Passagiere gewissermaßen einen stillen Check durchführt.

Er sagte: „Das bedeutet, dass sie schnell prüfen, ob jemand krank wirkt, übermäßig nervös ist, betrunken ist oder sich verdächtig verhält.“

Er fügte hinzu: „Sie achten auch auf körperlich fitte Passagiere, also Menschen, die stark, gesund und ruhig wirken. Das sind Personen, die in einer Notsituation an Bord helfen könnten, etwa bei einer Evakuierung oder beim Umgang mit einem unruhigen Passagier.“

„Wenn sie ein Problem bemerken, können sie noch vor dem Start eingreifen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.“

Aus operativer Sicht ist diese kurze Begrüßung also nicht nur eine Höflichkeit. Sie dient als eine der ersten Ebenen der Sicherheitsüberprüfung an Bord und hilft der Crew, bereits vor dem Verlassen der Parkposition eine sichere Umgebung zu schaffen.

Quellen: LadBible, TikTok/@ioanaiachim, LinkedIn-Beitrag von Captain Tomar Awdhesh