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Samsung warnt, dass KI-Nachfrage die Preise für Smartphones und Laptops steigen lässt

Samsung warnt, dass KI-Nachfrage die Preise für Smartphones und Laptops steigen lässt

Das Warnsignal deutet darauf hin, dass Preiserhöhungen bald Alltagsgeräte treffen könnten – von Smartphones und Laptops bis hin zu Haushaltsgeräten.

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Die steigende Nachfrage durch KI-Infrastruktur beginnt, sich auf die Preise von Unterhaltungselektronik auszuwirken. Auf der CES 2026 räumte Samsung ein, dass der weltweite Wettlauf um den Ausbau von KI-Rechenzentren die Versorgung mit kritischen Speicherkomponenten verknappt und damit die Kosten in der gesamten Branche nach oben treibt.

Das Warnsignal macht deutlich, dass Preiserhöhungen bald Alltagsgeräte erreichen könnten – von Smartphones und Laptops bis hin zu Haushaltsgeräten.

Engpass bei Speicherchips

Samsung erklärte, dass sich der Druck vor allem auf Speicherchips konzentriert, darunter DRAM und Speicherlösungen, die für nahezu alle modernen Elektronikprodukte unverzichtbar sind. Dieselben Komponenten werden inzwischen in riesigen Mengen von KI-Rechenzentren nachgefragt, die große Mengen an Hochbandbreitenspeicher benötigen, um fortschrittliche Modelle zu betreiben.

Infolgedessen steht weniger Angebot für Konsumprodukte zur Verfügung, was die Preise entlang der gesamten Lieferkette in die Höhe treibt.

Wonjin Lee, globaler Marketingchef von Samsung, sagte Reportern in Las Vegas, dass Speicherengpässe die Kosten bereits erhöhen. Obwohl das Unternehmen Preiserhöhungen möglichst nicht direkt an Verbraucher weitergeben wolle, prüfe Samsung aktiv eine „Neubepreisung“ der Produkte, um einer von ihm beschriebenen neuen wirtschaftlichen Realität Rechnung zu tragen, berichtet Bloomberg.

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Kosten steigen bereits

Die Auswirkungen sind nicht nur theoretischer Natur. Samsung erhöhte Ende vergangenen Jahres seine eigenen Speicher-Vertragspreise um bis zu 60 Prozent, als sich der Engpass verschärfte. Branchenanalysten erwarten laut Reuters weitere Anstiege bis ins Jahr 2026, da die KI-bedingte Nachfrage das neue Angebot weiterhin übersteigt.

Speicher ist nicht nur eine Schlüsselkomponente für Smartphones und PCs, sondern auch für Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und industrielle Systeme. Entsprechend können höhere Preise auf zahlreiche Produktkategorien ausstrahlen.

Branchenweite Warnung

Samsung ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Auch andere große Hersteller, darunter Dell, Lenovo und Asus, haben davor gewarnt, dass höhere Speicherpreise voraussichtlich zu Preiserhöhungen bei Laptops und anderer Unterhaltungselektronik führen werden.

Da die meisten Gerätehersteller auf dieselben globalen Speicherlieferanten angewiesen sind, sind nur wenige Unternehmen vor diesem Trend geschützt.

Was das für Verbraucher bedeutet

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem bereits erste Spekulationen über Samsungs kommende Flaggschiffgeräte kursieren. Berichte zur Galaxy-S26-Reihe deuten auf mögliche Preiserhöhungen in einigen Märkten hin, auch wenn das Unternehmen bislang keine konkreten Zahlen bestätigt hat.

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Grundsätzlich gehen Analysten davon aus, dass sich das Ungleichgewicht zwischen der Nachfrage aus dem KI-Infrastrukturbereich und dem Angebot für Konsumgüter so schnell nicht auflösen wird. Da mit einem spürbaren Ausbau der Speicherkapazitäten frühestens ab 2027 gerechnet wird, könnten höhere Preise eher zur neuen Normalität als zu einer kurzfristigen Spitze werden.

Für Verbraucher bedeutet das, dass die Kosten für den Austausch von Smartphones, Laptops und anderen vernetzten Geräten steigen könnten, während KI die Verteilung von Halbleiterressourcen zunehmend neu ausrichtet.

Quellen: Samsung, CES 2026, Bloomberg