Eine Jagdreise im Regenwald Gabuns endete unter tödlichen Umständen. Eine Gruppe von Elefanten griff aus nächster Nähe an und überraschte einen erfahrenen amerikanischen Jäger.
Der Vorfall ereignete sich in dichtem Wald, wo dichte Vegetation und schmale Pfade die Sicht auf nur wenige Meter einschränken können. Es blieb kaum Zeit zu reagieren, bevor die Situation eskalierte.
Lizenzierte Jagdreisen wie diese sorgen häufig für Diskussionen. Befürworter argumentieren, dass sie durch regulierte Systeme zum Naturschutz beitragen können, während Kritiker ihre ethische Vertretbarkeit infrage stellen.
Ernie Dosio, 75, ein Weingutsbesitzer aus Kalifornien, war für eine geführte Expedition nach Gabun gereist, berichtet der Daily Express. Er hatte vor, Arten wie den Gelbrückenducker zu jagen.
Er hatte jahrzehntelang weltweit gejagt und eine große Sammlung von Trophäen aufgebaut, die auf seinem Anwesen ausgestellt waren.
Personen, die ihn kannten, sagen, dass seine Aktivitäten im Rahmen gesetzlicher Regelungen zur Wildtierbewirtschaftung erfolgten.
Moment der Gefahr
Der Vorfall ereignete sich im Lope-Okanda-Wald, einem Gebiet mit dichter Vegetation und unebenem Gelände.
In solchem Terrain können sich Tiere lautlos bewegen, und Begegnungen können auf sehr kurze Distanz stattfinden.
Dosio und sein Führer trafen ohne größere Vorwarnung auf eine kleine Gruppe von Elefanten. Ein Familienbekannter sagte später, die Tiere seien „wie aus dem Nichts“ erschienen.
Die Herde reagierte sofort. In den ersten Momenten des Kontakts wurde ihm das Gewehr aus den Händen geschlagen, sodass ihm nur noch eine Schrotflinte blieb. Er konnte weder ausweichen noch die Kontrolle zurückgewinnen, bevor er zu Boden gestoßen und zu Tode getrampelt wurde.
Ein pensionierter Jäger, der mit den Umständen vertraut ist, sagte der britischen Zeitung: „Ich möchte lieber nicht ins Detail gehen, aber man kann davon ausgehen, dass es schnell ging.“
Nachwirkungen und Reaktionen
Freunde beschrieben Dosio in einfachen Worten; einer sagte, er sei „einfach ein Farmer und ein guter alter Landjunge gewesen, der es liebte zu jagen und zu angeln“.
Andere verwiesen auf sein Ansehen in Jagdkreisen. Ein Bekannter sagte: „Ernie war ein sehr bekannter und beliebter Jäger in den USA und in Afrika, ein sehr engagierter Naturschützer. Er hat enorm viel Wohltätigkeitsarbeit geleistet und war ein wirklich guter Mensch.“
Der Vorfall hat erneut die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie schnell Begegnungen mit Wildtieren eskalieren können, insbesondere wenn Tiere ihren Nachwuchs schützen.
US-Behörden unterstützen die Vorbereitungen zur Überführung seines Leichnams nach Kalifornien.
Quelle: Daily Express