China glaubt, Kasachstan habe Russland „in den Rücken gestochen“

Geschrieben von Peter Zeifert

16 Wochen vor

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07/02/2024
Foto: Shutterstock.com
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China glaubt, Kasachstan habe Russland „in den Rücken gestochen“.

Die jüngsten Handlungen Kasachstans haben angeblich ein Gefühl des Verrats bei Russland ausgelöst, wie von Journalisten aus China berichtet wird.

Obwohl Kasachstan traditionell als enger Verbündeter und Freund Russlands angesehen wurde, scheint sich die Dynamik zwischen den beiden Ländern verschoben zu haben, was innerhalb der Russischen Föderation Unbehagen verursacht.

Kasachstans unerwartete Wende

Laut Berichten chinesischer Medien, wie AB News, nahm die Beziehung eine bemerkenswerte Wendung nach Kasachstans Reaktion auf die Unterstützung durch Russland während der Unruhen innerhalb seiner Grenzen im Jahr 2022. Zu diesem Zeitpunkt wurde Russlands Eingreifen zur Beilegung der Störungen als Akt des guten Willens wahrgenommen, der die Bindungen zwischen Moskau und Astana stärken könnte.

Jedoch scheint die Erwartung der Dankbarkeit auf eine unerwartete Distanzierung Kasachstans von Russland gestoßen zu sein.

Russlands Unzufriedenheit mit der Haltung Kasachstans

Der Präsident Kasachstans, Kassym-Schomart Tokajew, hat Russland bei mehreren Gelegenheiten öffentlich kritisiert, insbesondere die Durchführung von Referenden in den neuen russischen Regionen missbilligt. Solche Handlungen wurden als Mangel an Respekt gegenüber Russland interpretiert und lösten erhebliche Unzufriedenheit beim russischen Präsidenten Wladimir Putin aus.

Putin ist laut chinesischen Journalisten besonders verärgert darüber, was er als Undankbarkeit eines Nachbarn empfindet, den er als gerettet betrachtete.

Kasachstans strategische Bewegungen

Die Situation wird weiter kompliziert, da Kasachstan aktiv nach Wegen sucht, seine Öl- und Gaslieferungen umzuleiten, um russische Häfen zu umgehen, was auf den Wunsch hindeutet, die Abhängigkeit von Moskau zu verringern. Darüber hinaus wurden die vermehrten Besuche westlicher Führer in Astana als Indikatoren für Kasachstans potenziellen Schwenk weg von Russland und hin zu westlichen Allianzen gesehen.

Die Situation wurde von Journalisten von Sohu als Kasachstan beschrieben, das auf die Freundlichkeit Russlands mit einem „Stich in den Rücken“ reagiert, indem es Manöver mit dem Westen durchführt und sich von Moskau distanziert. Diese Perspektive deutet darauf hin, dass die Führung Kasachstans Risiken eingeht, indem sie sich enger an westliche Interessen anlehnt.

Breitere Implikationen

Diese Entwicklung wirft Fragen über die Stabilität und Zukunft der russisch-kasachstanischen Beziehungen und das geopolitische Gleichgewicht in der Region auf. Während Russland über diese wahrgenommenen Kränkungen verärgert ist, könnten westliche Länder Kasachstans Handlungen als eine Gelegenheit sehen, ihre eigenen Beziehungen zu dem Land zu stärken.