"Das Gleiche Übel": Selenskyj zieht Parallelen zwischen Hamas und Russland

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Shutterstock.com
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Selenskyj zieht Parallelen zwischen Hamas und Russland.

In einer kürzlichen Sitzung der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Kopenhagen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen auffälligen Vergleich zwischen Hamas und Russland gezogen.

Laut New York Times betonte er, dass beide Parteien ähnliche Taktiken anwenden, Zivilisten ins Visier nehmen und weitreichende Verwüstungen anrichten. "Zivile Autos werden ähnlich beschossen, die gleichen Körper gefolterter Menschen", bemerkte Selenskyj.

Selenskyj forderte die NATO auf, sich im Kampf gegen den Terrorismus zu vereinen. Er stellte fest, dass das Wesen der Angriffe von Hamas in Israel und Russland in der Ukraine im Grunde das gleiche ist. "Es ist das gleiche Übel", erklärte er und forderte eine einheitliche Haltung gegen beide.

Der ukrainische Präsident wies auch auf den Iran hin, der Kamikaze-Shahed-Drohnen an Russland liefert. Er argumentierte, dass der Iran sich nicht von den Ereignissen in Israel und damit auch in der Ukraine distanzieren könne.

Selenskyj nutzte die Gelegenheit, um alle an die grundlegenden Prinzipien zu erinnern, die die internationale Ordnung regeln sollten.

Dazu gehören, Frauen nicht anzugreifen, nicht zu töten und Kinder nicht als Trophäen zu behandeln. "Unsere Einheit muss und kann das Übel stoppen. Unser Wunsch nach Frieden, nicht ihr Wunsch nach Blut, sollte entscheiden, wie die Welt lebt", schloss er.

Am Wochenende startete die Hamas einen plötzlichen und massiven Angriff auf Israel, der zu über 1500 Opfern und Tausenden von Verletzungen auf beiden Seiten führte. Die Palästinenser haben auch zahlreiche Personen entführt.