Kurz vor dem geplanten Beginn eines umfangreichen Strafprozesses ist Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, erneut festgenommen worden.
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Die Festnahme erfolgte einen Tag vor Prozessauftakt und lenkte erneut große öffentliche Aufmerksamkeit auf das Verfahren.
Schwere Vorwürfe und langer Prozess
Høiby muss sich in Oslo vor Gericht verantworten. Der Prozess ist auf rund sieben Wochen angesetzt und soll bis Mitte März dauern.
Insgesamt wurden 38 Anklagepunkte erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, vier Frauen vergewaltigt zu haben.
Zudem geht es um Bedrohungen gegenüber einer früheren Freundin, Sachbeschädigung an ihrer Wohnung, Drogendelikte sowie Verkehrsvergehen.
Sollte Høiby in allen Punkten schuldig gesprochen werden, droht ihm nach norwegischem Recht eine Haftstrafe von mehr als zehn Jahren.
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Königshaus hält Abstand vom Verfahren
Zum Prozessauftakt wird Høiby ohne familiäre Begleitung erscheinen. Seine Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, sowie sein Stiefvater, Kronprinz Haakon, haben angekündigt, dem Verfahren fernzubleiben.
In einer Erklärung betonte der Kronprinz, dass die norwegische Königsfamilie den Prozess nicht kommentieren werde.
Gleichzeitig stellte er klar, dass die offiziellen Aufgaben des Königshauses während der laufenden Verhandlung wie geplant fortgesetzt würden.
Weitere Belastung für die Kronprinzessin
Der Prozess fällt in eine Phase zusätzlicher Kritik an Kronprinzessin Mette-Marit. Zuletzt waren E-Mails öffentlich geworden, die ihren früheren Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belegten.
In einer Stellungnahme gegenüber dem norwegischen Sender NRK räumte sie ein:
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„Ich hätte Epsteins Hintergrund besser prüfen müssen.“
Zugleich bekundete sie ihr Mitgefühl mit den Opfern von Epsteins Taten.
Quelle: Bunte