Deutsch-französische Differenzen: Scholz und Macron im Dialog

Geschrieben von Olivia Rosenberg

10 Wochen vor

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15/03/2024
Foto: penofoto / Shutterstock.com
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Krisentreffen in Berlin zur Ukraine-Unterstützung.

In einem bemerkenswerten Treffen in Berlin kamen Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk zusammen, um über die Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg zu diskutieren. 

Dieses Treffen markiert das erste Zusammentreffen des sogenannten Weimarer Dreiecks auf Spitzenebene seit Juni des vergangenen Jahres, wie ZEIT ONLINE berichtet.

Die Begegnung fand vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im deutsch-französischen Verhältnis statt, insbesondere bezüglich der Ukraine-Politik. 

Macron hatte zuvor die Weigerung Scholz', Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine zu liefern, kritisiert, während Scholz hervorhob, dass Deutschland innerhalb Europas den größten Anteil an Militärhilfe für die Ukraine leiste. 

Die Diskussionen drehten sich auch um die Frage, wie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin umzugehen sei, wobei Macron eine mögliche Entsendung westlicher Bodentruppen in die Ukraine nicht ausschloss, eine Position, der Scholz öffentlich widersprach.

Trotz der Meinungsverschiedenheiten betonte Scholz das "sehr freundschaftliche" Verhältnis zu Macron und die gemeinsame Zielsetzung, den Frieden in der Ukraine zu sichern. 

Das Weimarer Dreieck, ursprünglich 1991 zur Heranführung Polens und anderer osteuropäischer Staaten an die EU und die NATO gegründet, dient weiterhin als wichtiges Forum für die Koordination europäischer Außenpolitik.