Deutschland voran, Europa zaudert: Die Krise der Militärhilfe für die Ukraine

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Olaf Scholz allein auf weiter Flur.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die EU-Staaten zu einer stärkeren militärischen Unterstützung der Ukraine aufgerufen. Seine Forderung nach mehr Waffenlieferungen findet jedoch bisher wenig Anklang bei anderen EU-Mitgliedern. 

Laut der Berliner Zeitung und Zahlen des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) hat Deutschland seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine bis Oktober 2023 etwa 17,1 Milliarden Euro an Militärhilfe geleistet, was den größten Beitrag innerhalb der EU darstellt. Insgesamt belief sich die Militärhilfe der EU-Staaten auf 35,8 Milliarden Euro.

Die USA sind mit 44 Milliarden Euro an Militärhilfe der größte Unterstützer der Ukraine. Im Vergleich dazu haben Frankreich, Italien und Spanien deutlich weniger beigetragen, mit 540 Millionen, 690 Millionen bzw. 

340 Millionen Euro. Die Zukunft der Unterstützung bleibt unsicher, da die größte noch ausstehende Hilfszusage der Europäischen Union umstritten ist und auch die Zusagen der USA in der Schwebe sind.

In den Monaten August bis Oktober 2023 war bereits ein deutlicher Rückgang der Unterstützungszusagen zu verzeichnen. 

Ungarn hat signalisiert, sein Veto gegen neue EU-Hilfen für die Ukraine aufzuheben, fordert jedoch eine jährliche Überprüfung der Finanzierung.