EU plant Sanktionen gegen nordkoreanische Schiffe wegen Waffenlieferungen an Russland

Geschrieben von Peter Zeifert

4 Wochen vor

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25/04/2024
Foto: Shutterstock.com
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Die EU bereitet Sanktionen gegen Schiffe vor, die Waffen von Nordkorea nach Russland transportieren und damit die globalen Spannungen verschärfen.

Die Europäische Union bereitet Sanktionen gegen Schiffe vor, die Waffen aus Nordkorea nach Russland transportieren und damit die globalen Spannungen verschärfen.

Laut Berichten aus Brüssel steht die Europäische Kommission kurz davor, Sanktionen gegen spezifische Schiffe zu verhängen, die beim Transport militärischer Ausrüstung von Nordkorea nach Russland eine Schlüsselrolle spielen. Dies berichtet Reuters.

Aufdeckung des Waffentransfer-Netzwerks

Insidern zufolge soll das neue Sanktionspaket der EU Ende April zur Diskussion stehen, wenn die Mitgliedstaaten darüber beraten, wie der Druck auf Russland angesichts des andauernden Konflikts in der Ukraine weiter erhöht werden kann.

Frühere Vorwürfe westlicher Nationen haben darauf hingewiesen, dass Nordkorea Russland mit Waffen, einschließlich ballistischer Raketen und Munition, beliefert habe.

Im Februar behaupteten die Vereinigten Staaten, dass Nordkorea seit September 2023 über 10.000 Container mit Munition und zugehörigem Material nach Russland verschifft habe.

Sowohl Moskau als auch Pjöngjang haben diese Vorwürfe stets zurückgewiesen. Das Verteidigungsministerium Nordkoreas erklärte: „Wir haben nie ‚Waffengeschäfte‘ mit Russland getätigt und planen auch nicht, dies in Zukunft zu tun.“

Erweiterung des Sanktionsnetzes

Die vorgeschlagenen Sanktionen erstrecken sich über militärische Frachtschiffe hinaus. Sie könnten auch sogenannte „Schattenflotten“-Tanker ins Visier nehmen, die russisches Öl in Verletzung der verhängten Preisobergrenzen transportieren.

Darüber hinaus stehen etwa 40 russische Unternehmen, die Ausrüstung für militärische Zwecke kaufen, und Drittlandsfirmen, die Russland militärische Elektronik, Halbleiter und Chips verkaufen, auf der Liste.

Quellen zufolge könnten Unternehmen aus der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China und Hongkong, die bereits US-Restriktionen ausgesetzt waren, unter diese neuen EU-Sanktionen fallen.

Es wird angenommen, dass diese Firmen Russland mit Technologien beliefert haben, die mit Raketen-Navigationssystemen, europäischen Antennen und Komponenten für militärische Computerhardware in Verbindung stehen.

Valdis Dombrovskis, der Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, kündigte zuvor an, dass das 14. Sanktionspaket gegen Russland „im Frühjahr erwartet wird“.

Das vorherige, 13. Paket wurde am 23. Februar eingeführt und zielte auf 106 Personen, 88 Einheiten und 27 ausländische Organisationen ab, die das militärisch-industrielle Komplex Russlands direkt unterstützen.