FAA ordnet Inspektionen an: Boeing steht vor Herausforderungen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

19 Wochen vor

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12/01/2024
Foto: Shutterstock
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Boeing unter Druck.

Nach einem Beinahe-Unglück mit einer Boeing-Maschine, bei dem im Flug ein Rumpfteil herausbrach, hat die US-Luftfahrtbehörde FAA Ermittlungen gegen den Flugzeugbauer eingeleitet. 

Die Umstände deuten darauf hin, dass Boeing möglicherweise seine Pflichten bei Produktion, Inspektionen und Tests vernachlässigt haben könnte. Das Unternehmen hat zehn Werktage Zeit, um Stellung zu nehmen. 

Die FAA hatte zuvor angeordnet, Flugzeuge des Typs Boeing 737-9 Max am Boden zu lassen und zu inspizieren. Das betroffene Bauteil verschließt eine nicht benötigte Türöffnung bei dieser Modellvariante. 

Bei einem Flug von Alaska Airlines wurde das Teil kurz nach dem Start im Steigflug herausgerissen. Bei Überprüfungen fanden Alaska und United Airlines auch bei weiteren Flugzeugen des Typs lockere Befestigungsteile. 

Die Untersuchung soll klären, ob Boeing die nötigen Vorkehrungen für die sichere Verwendung des Flugzeugteils unterlassen hat. Vier Bolzen, die zur Befestigung genutzt werden, wurden laut Ermittlern noch nicht gefunden. 

Es ist unklar, ob diese beim Start des Flugzeugs eingesetzt waren. Boeing versprach, transparent mit dem Luftfahrtamt und der Unfallermittlungsbehörde NTSB zusammenzuarbeiten. 

Konzernchef Dave Calhoun versprach volle Aufklärung. Trotz des entstandenen Lochs in der Maschine konnte das Flugzeug notlanden, ohne dass schwere Verletzungen unter den Flugzeuginsassen gemeldet wurden.

Experten wiesen darauf hin, dass durch einen glücklichen Zufall die zwei Sitze direkt neben dem herausgebrochenen Rumpfteil leer geblieben waren, berichtet die Tagesschau.