Ficos umstrittene Aussage: 'In Kiew herrscht kein Krieg’

Olivia Rosenberg

24 Wochen vor

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24/01/2024
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Slowakischer Premier leugnet Krieg in Kiew.

Der neue slowakische Regierungschef Robert Fico hat mit seinen Äußerungen zur Situation in der Ukraine für Aufsehen gesorgt. 

Fico behauptet, dass der Krieg in der Ukraine lokal begrenzt sei und in Kiew ein normales Leben stattfinde. 

Diese Aussage traf er einen Tag vor seinem ersten Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Denys Schmyhal und nur wenige Stunden, nachdem Raketen in der ukrainischen Hauptstadt eingeschlagen waren. 

Bei diesen Angriffen wurden 20 Menschen verletzt, darunter ein 13-jähriger Junge. Seit Kriegsbeginn wurde in Kiew 967 Mal Luftalarm ausgelöst, der insgesamt 1133 Stunden dauerte.

Fico, der seit Oktober im Amt ist, hat einen Kurswechsel in der Außenpolitik vollzogen und strebt unter anderem die Einstellung der Militärhilfen an die Ukraine an. Er glaubt, dass diese Hilfen nur den Krieg verlängern würden. 

Sein Treffen mit Schmyhal soll in der westukrainischen Stadt Uschhorod stattfinden, ein Vorschlag der ukrainischen Seite, nachdem Fico zunächst ein Treffen an der gemeinsamen Grenze gewünscht hatte, berichtet der Tagesspiegel.