Helikopterabsturz von Irans Präsident Raisi: Ursache unklar

Geschrieben von Olivia Rosenberg

3 Wochen vor

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21/05/2024
Welt
Foto: Storyful
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Neuwahlen könnten bald folgen.

Zwei Tage nach dem tödlichen Helikopterabsturz von Irans Präsident Ebrahim Raisi sind im Iran Trauerfeierlichkeiten angesetzt. Die Ursache des Absturzes bleibt weiterhin unklar. 

Laut einem Bericht von t-online wird darüber spekuliert, ob schlechtes Wetter, ein technischer Defekt oder sogar ein Sabotageakt des Erzfeindes Israel verantwortlich sein könnten. 

Der Absturz forderte das Leben von Präsident Raisi, Außenminister Hossein Amir Abdollahian sowie fünf weiteren Offiziellen und zwei Piloten.

Iranische Staatsmedien sprechen von einem möglichen technischen Defekt des "Bell 212"-Helikopters, der 1971 erstmals produziert wurde und nicht ausreichend für die schlechten Wetterbedingungen ausgerüstet war.

Der Helikopter verlor während des Flugs von Aserbaidschan zum Iran zu früh an Höhe und prallte gegen einen Berg. 

Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschten dichter Nebel und Regen, was die Sicht erheblich beeinträchtigte. Die Piloten mussten sich ausschließlich auf ihre Instrumente verlassen, was möglicherweise zur Orientierungslosigkeit und zum Absturz führte.

Irans Luftwaffe gilt als stark veraltet, und die Modernisierung kommt aufgrund internationaler Sanktionen kaum voran. 

Ersatzteile sind schwer zu beschaffen, da viele Flugzeuge und Helikopter noch aus der Zeit vor der islamischen Revolution von 1979 stammen.

Nach dem Unglück ordnete Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei eine fünftägige Staatstrauer an. Trauerzeremonien sind in der Provinzhauptstadt Tabris und in der Pilgerstadt Ghom geplant. 

Politisch übernimmt Raisis erster Vize Mohammed Mochber die Amtsgeschäfte. Neuwahlen könnten bereits am 28. Juni stattfinden, wobei eine Registrierung der Kandidaten ab dem 28. Mai möglich wäre.