Iran hat eine direkte Warnung an die Vereinten Nationen gerichtet.
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US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde innerhalb der nächsten zehn Tage entscheiden, ob die Vereinigten Staaten einen Angriff auf Iran durchführen werden. Ohne ein „substanzielles“ Abkommen würden „schlechte Dinge“ geschehen, warnte er.
Angesichts der Stationierung amerikanischer Militäreinheiten im Nahen Osten und Spekulationen über ein mögliches Vorgehen innerhalb weniger Tage haben sich die Spannungen zwischen Washington und Teheran deutlich verschärft.
Brief an die UN
In einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres erklärte Iran, dass es amerikanische Militärstützpunkte und Infrastruktur im Nahen Osten als legitime Ziele betrachten werde, falls es von den Vereinigten Staaten angegriffen werde.
Laut Agerpres berief sich Irans UN-Botschafter auf Artikel 51 der UN-Charta, der das Recht auf Selbstverteidigung festschreibt.
„Sollte Iran militärisch angegriffen werden, wird es entschlossen und verhältnismäßig reagieren, im Einklang mit den Grundsätzen der Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der UN-Charta“, schrieb der Botschafter.
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„Unter solchen Umständen würden alle ‚amerikanischen‘ Stützpunkte, Infrastrukturen und Einrichtungen in der Region des Nahen Ostens legitime Ziele darstellen.“
Zunehmender militärischer Druck
Die Warnung erfolgt kurz nach einer zweiten Verhandlungsrunde zwischen beiden Ländern in der Schweiz. Ein entscheidender Durchbruch zeichnete sich dabei offenbar nicht ab.
Am selben Tag hielt der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei eine Rede, in der er drohte, ein US-Flugzeugträger im Persischen Golf könne versenkt werden.
Zugleich haben Irans Revolutionsgarden Militärübungen in der Straße von Hormus begonnen, einer zentralen Route für den weltweiten Öltransport. Die Manöver werden weithin als Machtdemonstration gewertet.
Trump setzt Frist
US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, er werde sich zehn bis fünfzehn Tage Zeit geben, um zu entscheiden, ob er eine Einigung mit Teheran anstreben oder militärische Maßnahmen in Betracht ziehen werde.
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In Washington erklärte er, ohne ein „substanzielles“ Abkommen würden „schlechte Dinge“ geschehen.
Die Konzentration amerikanischer Marine- und Luftstreitkräfte in der Region hat Spekulationen über mögliche Konfliktszenarien angeheizt, während beide Seiten an harten Positionen festhalten.
Quellen: Agerpres, Digi24