Islamischer Staat übernimmt Verantwortung für Moskauer Angriff nach Putins Rede: Veröffentlicht Bild der Schützen

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Amaq News
Foto: Amaq News
Der Islamische Staat (IS) hat ein Foto der Personen veröffentlicht, die hinter dem Terroranschlag in Moskau stehen sollen, folgend auf die Ansprache von Präsident Wladimir Putin.

In seiner Rede nach dem Angriff erwähnte Wladimir Putin den Islamischen Staat nicht namentlich. Obwohl die Terrororganisation bereits die Verantwortung für den brutalen Angriff übernommen hatte, der bisher das Leben von 133 Menschen gefordert haben soll, suchten sie erneut die Aufmerksamkeit nach der Ansprache des Präsidenten. Dieser Schritt erfolgt wahrscheinlich als Reaktion auf Putins Andeutungen, dass die Ukraine hinter dem Vorfall stecken könnte.

Über seine Nachrichtenagentur, Amaq News Agency, teilte der IS ein Bild der vier mutmaßlichen Täter hinter dem Angriff auf die Crocus City Hall.

Laut der Terrorgruppe war der Angriff auf Zivilisten in Russland eine Antwort auf Russlands frühere Unterstützung für den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, der in seinem Land Krieg gegen unter anderem den ISIS geführt hat.

"Der Angriff ist Teil des andauernden intensiven Krieges zwischen dem Islamischen Staat und Ländern, die den Islam bekämpfen," erklärte Amaq News Agency.

"Die Krieger stürmten die Halle, wo drei von ihnen das Feuer auf das Publikum eröffneten, während ein vierter Krieger ein Feuer entfachte," berichtete Amaq News Agency.

Foto: Amaq News

Putins Fokus auf die Ukraine

Wie erwähnt, ging Wladimir Putin in seiner Rede nicht auf den Islamischen Staat ein. Stattdessen lag sein Fokus auf der Ukraine.

Der Präsident erschien 17 Stunden nach dem Terroranschlag auf dem Bildschirm, nachdem 11 Personen festgenommen wurden, einschließlich der vier, die den Angriff ausgeführt haben sollen.

"Die Täter bewegten sich in Richtung Ukraine, wo ein 'Fenster' für sie vorbereitet worden war," sagte Putin.

"Wer auch immer diesen Angriff befohlen hat, wird bestraft werden," erklärte der Präsident ebenfalls.

Der russische Geheimdienst FSB behauptet ebenfalls, dass die Täter in Richtung Ukraine unterwegs waren und vermutet, dass sie "Kontakte auf der ukrainischen Seite" hatten.

Die Ukraine hat jede Beteiligung an dem Angriff kategorisch abgestritten.