Kanada verhängt Sanktionen gegen russische Beamte nach Nawalnys Tod

Geschrieben von Peter Zeifert

12 Wochen vor

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03/03/2024
Foto: Wiki Commons
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Kanada verhängt Sanktionen gegen russische Beamte nach Nawalnys Tod.

Die kanadische Außenministerin Melanie Joly gab bekannt, dass Kanada mit einem neuen Satz von Sanktionen Stellung gegen Russland bezieht.

Diese Maßnahme erfolgt als Reaktion auf den Tod von Alexei Nawalny, einer führenden Figur der russischen Opposition, der tragischerweise am 16. Februar in einer Strafkolonie im autonomen Bezirk Jamal-Nenzen verstarb.

Globale Reaktionen auf Nawalnys Tod

Nawalny, bekannt als Präsident Putins mächtigster politischer Gegner, hat international für Empörung über seinen Tod gesorgt. Die Weltgemeinschaft, einschließlich Führern verschiedener Länder, hat Putin die Verantwortung zugeschrieben.

Die genaue Todesursache Nawalnys bleibt Spekulation, wobei diskutiert wird, ob sie auf die harten Bedingungen in der Strafkolonie zurückzuführen ist oder ob ein Verbrechen vorliegt.

Details der Sanktionen

Die von Joly angekündigten Sanktionen richten sich gegen sechs russische Beamte, darunter hochrangige Mitglieder der russischen Staatsanwaltschaft, Justiz und Strafvollzugsdienste.

"Kanada ist zusammen mit unseren Partnern entschlossen, Druck auf die russische Regierung auszuüben, um eine umfassende und transparente Untersuchung von Herrn Nawalnys Tod einzuleiten", erklärte Joly.

Sie betonte, dass diese Maßnahmen gegen die russische Regierung das unbedingte Gebot der Achtung der Menschenrechte unterstreichen.

Internationale Reaktionen

Bereits im Februar ergriff US-Präsident Joe Biden Maßnahmen, indem er ein Paket von Sanktionen gegen Russland ankündigte. Diese waren nicht nur eine Reaktion auf Nawalnys Tod, sondern auch auf Russlands fortgesetzte Aggression gegen die Ukraine.

Die Sanktionen zielen auf Personen ab, die mit Russlands Finanz- und Verteidigungssektor, den direkt an Nawalnys Inhaftierung Beteiligten und Personen, die bestehende Sanktionen umgehen, verbunden sind.

Nach Nawalnys Tod und zum zweiten Jahrestag der großangelegten Invasion der Ukraine haben auch die EU und das Vereinigte Königreich zusätzliche Sanktionen gegen Russland verhängt und sich einer konzertierten internationalen Anstrengung angeschlossen, um Rechenschaft und die Achtung der Menschenrechte zu fordern.