Ein einzelnes Foto von einer Bürgermeistervereidigung hat online eine vertraute kulturkämpferische Debatte entfacht.
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Innerhalb weniger Stunden wurde eine alltägliche Geste als Beleg für etwas deutlich Größeres umgedeutet.
Für Konservative geht es bei dem Bild weniger um das Geschehen auf der Bühne als um die Reaktion darauf.
Ein Foto verbreitet sich
Ein Bild von Zohran Mamdani, der gerade als Bürgermeister von New York City vereidigt wurde, begann sich laut Berichten von Fox News rasch in konservativen sozialen Medien zu verbreiten.
Auf dem Bild steht Mamdani auf einer Bühne und streckt den Arm in Richtung der Menge aus. Unterstützer beschrieben dies als einfaches Winken. Kritiker sagten, die Geste wirke unangenehm vertraut.
Konservative Kommentatoren zogen schnell Vergleiche zu einem Moment mit Elon Musk ein Jahr zuvor.
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Vergleiche nebeneinander
Eric Daugherty teilte einen Clip, der Mamdanis Winken neben Musks Armbewegung bei einer Trump-Inaugurationskundgebung im Jahr 2025 zeigte.
Dieser frühere Moment hatte eine breite mediale Debatte darüber ausgelöst, ob Musks Bewegung einem Nazi-Gruß ähnelte.
„Wenn Elon es macht, ist es ein ‚Nazi-Gruß‘“, schrieb Daugherty. „Wenn Zohran es macht, schweigen die Medien.“
Der Beitrag verbreitete sich schnell und verstärkte Vorwürfe selektiver Empörung.
Vorwurf der Doppelmoral
Katie Miller formulierte den Vergleich noch direkter und postete den Mamdani-Clip mit der Bildunterschrift: „Die Linken sind Heuchler. Hier ist der Beweis.“
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Laut Yahoo News argumentieren Konservative, es gehe nicht darum, Musk zu verteidigen, sondern um aus ihrer Sicht unterschiedliche Maßstäbe.
Sie verweisen darauf, dass Musks Geste umfangreiche Berichterstattung bei Medien wie CNN, The Guardian, Vox und The Washington Post sowie starke Reaktionen öffentlicher Persönlichkeiten ausgelöst habe.
Damals und heute
Damals bezeichnete die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez Musks Geste als „Heil-Hitler-Gruß“.
Die Anti-Defamation League widersprach und nannte sie „eine unbeholfene Geste in einem Moment der Begeisterung“.
Ein Jahr später blieb Mamdanis Winken zunächst ohne vergleichbare Aufmerksamkeit. Für Kritiker wurde dieses Schweigen zur eigentlichen Geschichte.
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Musk selbst reagierte auf die erneute Debatte mit zwei Worten: „Sie lügen.“
Widerspruch und Reaktion
Andere wiesen den Vergleich zurück und argumentierten, der Kontext sei entscheidend.
Musk, so hieß es, habe sich mit Donald Trump verbündet und Kontakt zu rechtsextremen Figuren gepflegt, während Mamdani ein demokratischer Sozialist sei, der bei seiner eigenen Amtseinführung zu Unterstützern spreche.
Dennoch fragten Kritiker, warum die Geste überhaupt umstritten werde, wenn Absicht und Kontext ausschlaggebend seien.
Am Freitag veröffentlichte Mamdanis Pressestelle eine Erklärung: „In keiner Weise war dies ein Nazi-Gruß.“
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Quellen: Fox News
