Koreanische Halbinsel im Krisenmodus nach nordkoreanischem Granatenbeschuss

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Nordkorea feuert über 200 Granaten.

Die Lage auf der Koreanischen Halbinsel verschärft sich weiter: Nordkorea hat mehr als 200 Artilleriegeschosse nahe der umstrittenen Seegrenze zu Südkorea abgefeuert. 

Die Geschosse fielen nördlich der Seegrenzlinie ins Gelbe Meer, ohne Schäden anzurichten, teilte der Generalstab in Südkorea mit. 

Südkorea bezeichnete das Artilleriefeuer als "provokativen Akt, der den Frieden auf der Koreanischen Halbinsel gefährdet" und forderte Nordkorea auf, diese Aktionen umgehend einzustellen. 

Das Verteidigungsministerium in Südkorea warnte, es werde mit "angemessenen" Maßnahmen reagieren.

Die Inselbewohner der grenznahen Insel Yeonpyeong wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. 

Die Insel, die nur zwölf Kilometer südlich der nordkoreanischen Küste liegt, war bereits 2010 Ziel eines Angriffs der nordkoreanischen Artillerie, bei dem vier Menschen getötet wurden. 

Die Spannungen auf der Halbinsel verschärfen sich, insbesondere nachdem Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einer Ausweitung der Produktion von Raketenwerfern aufgerufen hatte – in Vorbereitung einer "militärischen Machtprobe" mit Südkorea und den USA, berichtet Tagesschau.