Warnungen vor dem Ende der Welt sind fast so alt wie die schriftlich festgehaltene Geschichte.
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Von antiken Tontafeln bis zu modernen Kanzeln tauchten Vorhersagen eines bevorstehenden Zusammenbruchs immer dann auf, wenn Gesellschaften unter Druck standen oder sich instabil fühlten.
Die meisten dieser Warnungen beruhten auf Glauben und nicht auf Beweisen.
Eine Prognose jedoch taucht immer wieder auf, weil sie nicht auf Prophezeiung, sondern auf Mathematik beruhte.
Uralte Warnungen
Eine der frühesten bekannten Weltuntergangsängste reicht fast 5.000 Jahre zurück, als ein assyrischer Schreiber über den moralischen Verfall der Jugend klagte und warnte, die Gesellschaft steuere auf den Untergang zu.
Ähnliche Vorstellungen zogen sich durch die Geschichte und wurden oft als göttliche Strafe oder Zeichen kulturellen Niedergangs interpretiert.
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In späteren Jahrhunderten sagten Persönlichkeiten wie der jüdische Anführer Simon bar Giora das Ende der Welt um das Jahr 70 nach Christus voraus.
Auch in jüngerer Zeit nannten religiöse Führer wiederholt konkrete Daten, die folgenlos verstrichen.
Ein wissenschaftlicher Ansatz
Im November 1960 veröffentlichten drei Forscher der University of Illinois eine Studie in der Fachzeitschrift Science, die einen anderen Ansatz wählte.
Heinz von Foerster, Patricia M. Mora und Lawrence W. Amiot analysierten Bevölkerungswachstumstrends in westlichen Gesellschaften.
Ihre Berechnungen führten zu einem überraschenden Ergebnis: Ungebremstes Bevölkerungswachstum würde mathematisch am Freitag, dem 13. November 2026, gegen „unendlich“ tendieren.
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Das Datum deutete nicht auf eine sofortige Auslöschung hin, sondern auf einen Punkt, an dem bestehende Systeme nicht mehr funktionieren würden.
Angst vor Überbevölkerung
Die Forscher argumentierten, dass medizinische Fortschritte die Sterblichkeit drastisch senkten und dadurch das Bevölkerungswachstum über nachhaltige Grenzen hinaus beschleunigten.
Ihre Sorge galt nicht Krieg oder Naturkatastrophen, sondern Nahrungsmittelknappheit aufgrund schierer Zahlen.
1960 lag die Weltbevölkerung bei rund drei Milliarden Menschen. Zu Beginn des Jahres 2026 hat sie die Marke von acht Milliarden überschritten.
Moderne demografische Modelle gehen davon aus, dass sich das Wachstum später verlangsamen und um 2080 seinen Höhepunkt erreichen wird, doch der Druck auf Ressourcen bleibt ein dauerhaftes Thema.
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Echos von Malthus
Die Theorie knüpft an Ideen des britischen Ökonomen Thomas Malthus aus dem Jahr 1798 an, der warnte, dass die Bevölkerung exponentiell wächst, während die Nahrungsmittelproduktion deutlich langsamer zunimmt.
„Die Hungersnot scheint das letzte, das schrecklichste Mittel der Natur zu sein“, schrieb er.
Bislang haben landwirtschaftliche Innovationen diese Befürchtungen immer wieder überholt.
Fortschritte in Landwirtschaft, Technologie und Verteilung verhinderten die katastrophalen Engpässe, die Malthus vorhergesagt hatte.
Vorbereitung auf das Schlimmste
Trotzdem scheinen einige der reichsten Menschen der Welt sich abzusichern.
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Meta-Chef Mark Zuckerberg soll Berichten zufolge rund 187 Millionen US-Dollar investiert haben, um etwa 1.600 Acres Land auf Hawaii zu erwerben, inklusive Plänen für einen großen unterirdischen Schutzraum.
Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos und Oracle-Mitgründer Larry Ellison haben hochpreisige Immobilien in strategisch abgeschiedenen Lagen gekauft.
Solche Vorbereitungen erinnern an dystopische Zukunftsbilder wie im Film Soylent Green, in dem Überbevölkerung zum Zusammenbruch führt.
Quellen: Daily Express.