Medwedew behauptet, die Ukraine sei Teil Russlands und kritisiert westlichen Einfluss

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Belish / Shutterstock.com
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Medwedew behauptet, die Ukraine sei Teil Russlands und kritisiert westlichen Einfluss.

Während eines Vortrags beim Bildungsmarathon "Wissen. Erstens" machte Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, eine Aussage über den Status der Ukraine, die erhebliche Diskussionen auslöste.

Medwedew behauptete laut TASS, dass die Ukraine unbestreitbar Teil Russlands sei und forderte eine Abkehr von der Ansicht einiger ukrainischer Führungskräfte, die beide Länder als getrennte Nationen sehen.

Identität der Ukraine und historische Verbindungen

"Einst erklärte einer der früheren Führer der Ukraine, dass die Ukraine nicht Russland sei. Dieses Konzept muss für immer verschwinden. Die Ukraine ist, ohne Zweifel, Russland," proklamierte Medwedew.

Er argumentierte, dass Versuche, die russische öffentliche Meinung zu diesem Thema zu ignorieren, beendet werden sollten und hob hervor, dass die Ukraine und ihre Bevölkerung integraler Bestandteil einer breiteren russischen Zivilisation seien.

Folgen der westlichen Beteiligung

Medwedew kritisierte die Rolle der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, die für die Ukraine eine "Falle" gestellt hätten, indem sie sie als Werkzeug gegen Russland durch die Schaffung einer "Anti-Russland"-Haltung nutzten.

Er deutete an, dass die aktuelle Situation anders hätte sein können, wenn nicht dieser externe Eingriff stattgefunden hätte.

Politische Führung in der Ukraine

Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates reflektierte auch über das Potenzial für einen anderen historischen Verlauf, wenn die Ukraine von anderen Persönlichkeiten als jenen geführt worden wäre, die er als "spöttische Diebe, politische Lumpen oder schändliche Neonazis" beschrieb.

Er erwähnte die Minsker Abkommen und deutete an, dass die Einhaltung ihrer "durchaus realistischen Bedingungen" durch die Führung in Kiew die Notwendigkeit einer "speziellen militärischen Operation" hätte verhindern können, ein Echo der zuvor vom russischen Präsidenten geäußerten Sentiments.

Medwedews Kommentare unterstreichen die tief verwurzelten Komplexitäten und Spannungen zwischen Russland und der Ukraine und heben eine Erzählung hervor, die die Ukraine nicht als souveräne Entität, sondern als Teil einer größeren russischen Zivilisation betrachtet.

Diese Perspektive, zusammen mit der Kritik am westlichen Einfluss, trägt zum anhaltenden Diskurs über den Konflikt und die Beziehungen zwischen den beiden Nationen bei.