Millionenerbin gibt Vermögen auf: Revolution gegen Ungleichheit

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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25 Millionen Euro für die Allgemeinheit.

Marlene Engelhorn, eine deutsch-österreichische Millionenerbin und Sozialaktivistin, hat in einem bemerkenswerten Akt der Solidarität beschlossen, den größten Teil ihres Vermögens, rund 25 Millionen Euro, an die Allgemeinheit zurückzugeben. 

Dies gab sie auf einer Pressekonferenz bekannt, wie der Tagesspiegel berichtet. 

Engelhorn, die aus einer reichen Industriellenfamilie stammt, hat ein Gremium namens „Guter Rat für Rückverteilung“ ins Leben gerufen, das entscheiden soll, wie das Geld verteilt wird. 

Sie selbst wird dabei keine Mitsprache haben, und das Gremium wird verfassungswidrige oder profitorientierte Zwecke ausschließen.

Engelhorn kritisiert die ungleiche Vermögensverteilung und das Versagen der Politik in diesem Bereich. 

Sie sieht es als ungerecht an, dass sie als Erbin eines großen Vermögens keine Steuern zahlen muss, während viele Menschen mit einem Vollzeit-Job kaum über die Runden kommen und Steuern auf jeden verdienten Euro zahlen müssen. 

In Österreich, wo keine Erbschaftssteuern erhoben werden, möchte sie mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen diese Ungleichheit setzen.

Die 31-jährige Erbin betont, dass sie ihr Vermögen und damit verbundene Macht geerbt hat, ohne etwas dafür getan zu haben, und kritisiert, dass der Staat keine Steuern dafür verlangt. 

Mit der Gründung des Gremiums möchte sie ein Zeichen gegen die ungleiche Vermögensverteilung setzen, die sie als Gefahr für die Demokratie ansieht. 

Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt knapp 50 Prozent aller Vermögen, was negative Auswirkungen auf das soziale Gefüge, das politische System und die Medienlandschaft hat.