Neue Wendung im Fall Madeleine McCann: Polizei auf der Suche nach verstörenden Bildern, die vom Hauptverdächtigen versteckt wurden

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Privat
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Polizei auf der Suche nach verstörenden Bildern, die vom Hauptverdächtigen versteckt wurden.

Die Polizei ist im Fall der vermissten Madeleine McCann auf der Suche nach verstörenden Bildern, die der Hauptverdächtige vergraben haben soll.

Christian B., ein Deutscher, bleibt im Fall der seit 2007 vermissten Madeleine McCann der Hauptverdächtige. Berichten zufolge sucht die Polizei nach Bildern, die er als 'Trophäen' aufgenommen haben könnte. Es wurde jedoch nie öffentlich bestätigt, dass solche Bilder von Maddie existieren.

Nach Informationen von The Sun fahndet die Polizei nach einer externen Festplatte oder einem USB-Stick. Diese Gegenstände waren auch Ziel ihrer Suche, als sie im Mai im Arade-Stausee in Portugal Ausgrabungen durchführten.

In dem Gebiet, mit dem er in Verbindung gebracht wurde, wurde nichts gefunden, und es wird auch nicht erwartet, dass weitere bedeutende Entdeckungen im Zusammenhang mit dem Fall gemacht werden. Die Polizei vermutet jedoch, dass Christian B. seine Bilder an verschiedenen anderen Orten versteckt haben könnte.

The Sun berichtet weiter, dass die Polizei seit Monaten keine neuen Hinweise oder Spuren erhalten hat.

"Sie sind sich nun sicher, dass Christian B. Festplatten und USB-Sticks an verschiedenen Orten, an denen er sich aufgehalten hat, vergraben hat. Daher war das ihre eigentliche Hoffnung bei der Suche am See", zitiert das Blatt eine Quelle.

"Sie waren überzeugt, dass sie dort Bilder finden könnten, aber sie haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Sie glauben, dass er Kopien angefertigt hat, da er es genoss, diese als Trophäen zu behalten. Deshalb versucht die Polizei jetzt, mehr über die Bewegungen von Christian B. in Erfahrung zu bringen."

Die deutsche Polizei wurde dafür kritisiert, dass sie Christian B. im Jahr 2013 eine Vorladung zukommen ließ, in der er aufgefordert wurde, seinen Aufenthaltsort zur Zeit des Verschwindens von Madeleine während eines Familienurlaubs in Praia da Luz im Jahr 2007 anzugeben.

Experten meinten, dies hätte dem verurteilten Sexualstraftäter die Gelegenheit gegeben, Beweise zu vernichten. Die Ermittler sind jedoch der Ansicht, dass er so besessen von seiner Sammlung abstoßender Bilder war, dass er Kopien angefertigt hat – und dass er diese möglicherweise irgendwo versteckt hat.

"Sie befürchten, dass dies die letzte Chance sein könnte, Madeleines Schicksal aufzuklären. Sollten sie diese Gelegenheit nicht nutzen, könnte es keine weitere geben", so die Quelle weiter.

"Es ist nicht so, dass die Polizei ständig neue Hinweise und Spuren erhält. Sie haben bereits die aussichtsreichsten Spuren verfolgt."