Nordkorea testet neue strategische Marschflugkörper

Geschrieben von Peter Zeifert

17 Wochen vor

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25/01/2024
Foto: Wiki Commons
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Nordkorea testet neue strategische Marschflugkörper

Nordkorea hat die Erprobung seines neuen strategischen Marschflugkörpers "Pulhwasal-3-31" am Mittwoch bekannt gegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag laut ABC berichtete. Diese Bestätigung folgt auf die Feststellung des südkoreanischen Militärs über den Start.

Die nordkoreanischen Staatsmedien betonten, dass der Marschflugkörper noch in der Entwicklung sei und der Test keine Bedrohung für die Sicherheit der Nachbarländer darstelle. Zudem erklärten sie, dass der Test in keinem Zusammenhang mit der aktuellen regionalen Situation stehe.

Der Start war Teil der Bemühungen Nordkoreas, sein Waffensystem zu aktualisieren, so die Angaben der staatlichen Raketenaufsicht des Landes.

Der Generalstab Südkoreas beschrieb den Start als Versuch, die Fähigkeiten bestehender Raketen zu verbessern. Der südkoreanische Verteidigungsminister Shin Won-sik bezeichnete die Raketenstarts als ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen kündigte Südkorea an, mit der Massenproduktion von Mittelhöhen-Aufklärungsdrohnen zu beginnen. Diese sollen bis 2027 einsatzbereit sein und die Überwachungsfähigkeiten stärken sowie zur Verteidigungsexport beitragen.

Der Begriff "strategisch" deutet oft auf nukleare Fähigkeiten hin, was Besorgnis erregt. Nordkoreas erster Test eines Marschflugkörpers mit potenziellen nuklearen Fähigkeiten wurde im September 2021 durchgeführt.

Marschflugkörper wie die von Nordkorea getesteten ziehen in der Regel weniger Aufmerksamkeit auf sich als ballistische Raketen, da sie nicht explizit durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verboten sind. Experten warnen jedoch, dass Mittelstrecken-Landangriffs-Marschflugkörper ebenso bedrohlich wie ballistische Raketen sind und ein bedeutendes Risiko im Arsenal Nordkoreas darstellen.

Die Mehrdeutigkeit von Marschflugkörpern und Kurzstrecken-Ballistikraketen, die sowohl mit konventionellen als auch mit nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden können, trägt zur Instabilität im Falle eines Konflikts bei, da unklar bleibt, welche Art von Sprengkopf sie tragen.