Proteste in Argentinien: Bürger gegen Mileis 'Schocktherapie’

Geschrieben von Olivia Rosenberg

21 Wochen vor

|

21/12/2023
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Proteste gegen umstrittene Wirtschaftsreformen.

Argentiniens neuer Präsident Javier Milei hat eine umfassende Reform der Wirtschaft des Landes eingeleitet. 

Diese Reform, die als "Schocktherapie" bezeichnet wird, umfasst die Deregulierung des Wohnungs- und Arbeitsmarktes sowie die Privatisierung von Staatsunternehmen wie dem Erdölkonzern YPF und der Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas.

Ziel ist es, den Menschen mehr Freiheit und Autonomie zu geben und die Wirtschaft des Landes wiederzubeleben. 

Milei plant, 300 bestehende Regularien abzuschaffen oder zu reformieren, um echte Jobs zu schaffen und Sektoren wie Gesundheit, Tourismus, Internet und Handel zu deregulieren.

Laut Welt haben diese radikalen Reformen in Argentinien zu Protesten geführt. Tausende Menschen gingen auf die Straße, um gegen den wirtschaftsliberalen Kurs der neuen Regierung zu demonstrieren. 

Die Proteste blieben weitgehend friedlich, obwohl die Regierung im Fall von Straßenblockaden mit harten Konsequenzen gedroht hatte. 

Gewerkschaften kritisierten die Kriminalisierung des Streikrechts und von Demonstrationen sowie die deutlichen Preissteigerungen nach der Abwertung des argentinischen Pesos und den ersten Sparmaßnahmen Mileis.