Putin ergreift Krisenmaßnahmen

13/10/2023 07:39

Peter Zeifert

Welt
Foto: Shutterstock.com
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Putin ergreift Krisenmaßnahmen.

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Der russische Rubel hat einen historischen Tiefstand erreicht, und Präsident Wladimir Putin setzt nun neue Maßnahmen in Gang, um die prekäre Lage zu bewältigen.

In den vergangenen Monaten hat die Währung erheblich an Wert verloren, beeinflusst durch die steigende Inflation und die enormen Ausgaben Putins für den Krieg. Tatsächlich ist der Rubel im Vergleich zum Dollar im letzten Jahr um mehr als 30 Prozent gefallen.

"Der Absturz ist brutal. Der russische Rubel war noch nie so schwach", erklärt Harald Magnus Andreassen, Chefökonom bei Sparebank 1 Markets, im Gespräch mit dem norwegischen Medienhaus Børsen.

Einsatz von Kriseninstrumenten

Angesichts der kritischen Situation und des starken Wertverlusts greift Putin auf ein spezielles Instrument zurück, das er bereits in der Vergangenheit in Kriegszeiten eingesetzt hat.

Die russische Regierung gab am Mittwoch bekannt, dass nun 43 der größten russischen Exportunternehmen dazu verpflichtet sind, ihre Einnahmen aus Fremdwährungen in Rubel umzuwandeln. Diese Maßnahme soll das Risiko von Währungsspekulationen minimieren und für maximale Transparenz sorgen.

Zuletzt wurde dieses Instrument zu Beginn des Jahres 2022 angewandt, kurz nach der russischen Invasion der Ukraine. Damals mussten russische Exporteure ihre Einnahmen innerhalb von 90 Tagen in Rubel umtauschen, um Strafzahlungen und den Verlust staatlicher Subventionen zu vermeiden.