Putin ordnet elektronische Wehrpflicht in Russland an: Neue Ära der Einberufung

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock.com
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Elektronische Einberufungsbefehle komme.

Präsident Wladimir Putin hat das russische Verteidigungsministerium angewiesen, den Herbst-Wehrdienst 2024 unter Verwendung eines einheitlichen elektronischen Registers für Wehrpflichtige durchzuführen. 

Dies umfasst die Erstellung elektronischer Einberufungsbefehle und die Registrierung für den Militärdienst ohne persönliches Erscheinen in den Rekrutierungsbüros. Der Präsident forderte einen Bericht über diese Maßnahme bis zum 1. November 2024. 

Das Verteidigungsministerium soll zudem bis zum 15. Januar einen stellvertretenden Minister bestimmen, der für die Einführung des elektronischen Registers verantwortlich ist, und eine Abteilung bilden, die sich mit dieser Aufgabe befasst.

Laut Yugopolis wurden der Verteidigungsminister Sergej Schoigu und der Minister für digitale Entwicklung Maksut Schadaew mit der Umsetzung des Registers beauftragt.

Am 14. April unterzeichnete Präsident Putin ein Gesetz, das die Schaffung eines einheitlichen Registers für Wehrpflichtige vorsieht und die Benachrichtigung von Wehrpflichtigen mittels elektronischer Einberufungsbefehle erlaubt. 

Ab dem Tag des Erhalts eines Einberufungsbefehls (sowohl in elektronischer als auch in Papierform) wird ein Ausreiseverbot aus Russland für den Empfänger verhängt. 

Dieses Verbot wird aufgehoben, nachdem der Empfänger im Rekrutierungsbüro erschienen ist. 

Wenn dies nicht innerhalb von 20 Kalendertagen geschieht, werden gegen den Bürger Einschränkungen verhängt, darunter der Verlust des Führerscheins und die Unmöglichkeit, ein Fahrzeug zu registrieren oder einen Kredit aufzunehmen.