Putin verteidigt Beziehungen des Kremls zur AfD

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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06/06/2024
Welt
Photo: 279photo Studio / Shutterstock.com
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Keine Anzeichen von Neonazismus, sagt Putin.

In der deutschen Politik hat die russische Führung nur noch wenige Verbündete, doch insbesondere zur AfD pflegt man weiterhin Kontakte. 

Wie n-tv berichtet, verteidigte Kremlchef Wladimir Putin Treffen russischer Vertreter mit Repräsentanten der AfD, die in Teilen als rechtsextrem eingestuft wird. 

"Wir werden mit allen zusammenarbeiten, die mit Russland kooperieren wollen", erklärte Putin bei einem Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen in St. Petersburg. 

Er betonte, dass die AfD keine Anzeichen von Neonazismus zeige und dass Russland keine systemischen Beziehungen zu der deutschen Oppositionspartei unterhalte, jedoch normale Beziehungen unterstütze, wenn jemand dies anstrebe.

Putin kritisierte außerdem die politische Lage in Deutschland, wo alternative Standpunkte schnell als staatsfeindlich betrachtet würden. 

Er behauptete, dass jeder, der eine abweichende Meinung äußere, sofort als Agent des Kremls abgestempelt werde. Dieses Treffen im Lachta-Zentrum des Gasriesen Gazprom ist das erste internationale Treffen dieser Art seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine. 

Putin nutzte die Gelegenheit, um sich als Gastgeber des 27. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums zu präsentieren, bei dem Russland trotz westlicher Sanktionen als starke Rohstoffmacht auftreten will.

Die Beziehungen zwischen Russland und der AfD sind nicht neu. In der Vergangenheit empfing der russische Außenminister Sergej Lawrow den AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla in Moskau wie einen Staatsgast. 

Diese Treffen werden von der russischen Führung als Zeichen der Kooperation und des Austauschs mit internationalen politischen Kräften gesehen.