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RFK Jr. bezeichnet Obdachlosigkeit als „spirituellen Kampf“ und schlägt neue Strategie vor

RFK Jr. bezeichnet Obdachlosigkeit als „spirituellen Kampf“ und schlägt neue Strategie vor
United States Department of Health and Human Services, Public domain, via Wikimedia Commons

Kennedy bezeichnete die Obdachlosenkrise als etwas Tieferes als nur einen Mangel an Obdach.

Zelte säumen die Bürgersteige der Städte, während lokale Politiker endlos über den besten Weg streiten, sie zu räumen.

Jedes Jahr fließen Milliarden von Dollar in die kommunalen Haushalte.

Doch die Zahl der Obdachlosen steigt weiter an, was führende Bundesbeamte dazu veranlasst, eine völlig andere Strategie voranzutreiben.

Ein spiritueller Kampf

Gesundheits- und Sozialminister Robert F. Kennedy Jr. reiste am Mittwoch nach San Diego, um ein neues Konzept vorzustellen. Gemeinsam mit Wohnungsbauminister Scott Turner enthüllte er die „Great American Recovery Initiative“.

Der Plan der Trump-Regierung lehnt die populäre Idee ab, Menschen zuerst ein Zuhause zu geben, bevor ihre Süchte behandelt werden. Stattdessen wollen die Verantwortlichen Behandlung und religiöse Führung vorschreiben.

Kennedy bezeichnete die Obdachlosenkrise als etwas Tieferes als nur einen Mangel an Obdach. „Für viele Amerikaner ist es ein spiritueller Kampf“, erklärte er.

Debatte um „Housing First“

Er merkte an, dass das bundesweite Maßnahmenpaket einen praktischen Leitfaden biete. „Wir geben staatlichen und lokalen Führungskräften einen praktischen Fahrplan an die Hand, um Amerikanern zu helfen, diesen spirituellen Kampf zu gewinnen“, so Kennedy.

Lokale Dienstleister lehnten die bundesweite Kursänderung schnell ab. Experten unterstützen seit Langem ein Modell, das Menschen zuerst ein Dach über dem Kopf verschafft, was ihrer Aussage nach eine stabile Grundlage für die medizinische Versorgung schafft.

HUD-Minister Turner widersprach während der Pressekonferenz entschieden. Er behauptete, die traditionelle Methode sei im letzten Jahrzehnt „kläglich und furchtbar gescheitert“.

„Eigenständigkeit ist der Schlüssel“, sagte Turner. „Genesung und Eigenständigkeit sollten die Regel sein, nicht die Ausnahme.“

Menschenwürdige Behandlung

Ann Oliva, Leiterin der „National Alliance to End Homelessness“, verteidigte den alten Ansatz. Sie argumentierte, dass die Bereitstellung von Obdach zuerst Menschen mit Würde behandle.

„Letztendlich funktioniert „Housing First“, weil es nicht verlangt, dass Menschen einen sicheren und stabilen Wohnort verdienen müssen“, erklärte Oliva. „Es behandelt Menschen wie menschliche Wesen.“

Das neue bundesweite Maßnahmenpaket erwähnt den Glauben dutzende Male. Es enthält sogar ein ganzes Kapitel, das der Vermischung von Religion mit moderner medizinischer Versorgung gewidmet ist.

Herzensangelegenheiten

Donnie Dee, CEO der „San Diego Rescue Mission“, begrüßte die Kursänderung. „Wir sagen in der Rettungsmission schon lange, dass Obdachlosigkeit eigentlich eine Herzensangelegenheit ist“, so Dee.

Dieser Besuch folgte auf einen angespannten Aufenthalt in Los Angeles. Turner und Kennedy kritisierten lokale Behörden scharf für die Verschwendung von Geldern und merkten an, dass die Bundesregierung kürzlich wichtige Zuschüsse an die Obdachlosenbehörde der Stadt eingefroren habe.

Betreiber von Notunterkünften sind sich weiterhin unsicher, wie sich dieser religiöse Fokus auf ihre tägliche Finanzierung auswirken wird. Wie die „Times of San Diego“ berichtete, sind die wahren finanziellen Folgen dieser plötzlichen Kursänderung noch immer höchst unklar.

Quellen: Times of San Diego