Russland bestätigt Einsatz verbotener chemischer Waffen

Peter Zeifert

25 Wochen vor

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24/12/2023
Welt
Foto: TV
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Russland bestätigt Einsatz verbotener chemischer Waffen.

Das Institute for the Study of War (ISW) hat eine besorgniserregende Entwicklung im anhaltenden Konflikt in der Ukraine gemeldet.

Laut ihrer neuesten Einschätzung vom 23. Dezember haben russische Marineinfanterieeinheiten den Einsatz verbotener chemischer Waffen im Dorf Krynky, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Cherson, bestätigt.

Dieser Akt stellt einen direkten Verstoß gegen die Chemiewaffenkonvention dar, der Russland beigetreten ist.

Taktikwechsel und Einsatz von K-51-Granaten

Das ISW hebt hervor, dass die 810. Marineinfanteriebrigade Russlands auf Telegram zugegeben hat, absichtlich chemische Waffen gegen ukrainische Streitkräfte einzusetzen.

Dies markiert einen "radikalen Taktikwechsel" für das russische Militär. Die Brigade setzt Berichten zufolge K-51-Granaten von Drohnen über ukrainischen Positionen ein. Diese K-51-Aerosolgranaten enthalten CS-Gas (2-Chlorbenzalmalononitril), das gemeinhin als Tränengas bekannt ist, zur Menschenkontrolle verwendet wird und unter der Chemiewaffenkonvention in der modernen Kriegsführung verboten ist.

Frühere Vorfälle und anhaltende Bedenken

Dies ist nicht der erste Fall des Einsatzes chemischer Waffen durch Russland im Konflikt.

Die Ukraine hat seit Beginn der großangelegten Invasion den anhaltenden Einsatz solcher Waffen dokumentiert. Im August feuerten russische Truppen Artilleriebeschuss mit Munition ab, die chemische Substanzen enthielt, auf ukrainische Truppen.

Darüber hinaus berichtete der ukrainische Grenzdienst im Mai, dass das russische Militär Munition mit reizenden Aerosolen und chemischen Granaten in der Nähe von Awdijiwka, Oblast Donezk, eingesetzt hatte.

Der Einsatz verbotener chemischer Waffen durch russische Streitkräfte wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Eskalation des Konflikts und der offensichtlichen Missachtung internationaler Konventionen und Menschenrechte auf.