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Russland weist Vorwürfe als „fabriziert“ zurück und weist deutschen Diplomaten aus

Vladimir Putin
Official website of the President of Russia / Wiki Commons

Russland hat einen deutschen Diplomaten des Landes verwiesen und damit auf eine frühere Maßnahme der Bundesregierung reagiert.

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Nach Angaben des russischen Außenministeriums handelt es sich um eine direkte Antwort auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten durch Deutschland im Januar.

Die Entscheidung wurde am Donnerstag in Moskau offiziell bekannt gegeben.

Das Ministerium erklärte, die gegen den russischen Diplomaten erhobenen Spionagevorwürfe seien „unbegründet und erfunden“.

Zugleich machte die russische Seite die Bundesregierung für eine erneute Zuspitzung der bilateralen Beziehungen verantwortlich.

Hintergrund der deutschen Ausweisung

Deutschland hatte am 22. Januar einen russischen Diplomaten ausgewiesen, nachdem die Behörden einen schwerwiegenden Spionageverdacht festgestellt hatten.

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Die Bundesregierung wollte damit nach eigenen Angaben ein deutliches Signal an Moskau senden.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Frau, die unter dem Namen Ilona W. bekannt ist. Ihr wird vorgeworfen, für den Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein.

Der ausgewiesene russische Diplomat soll dabei als ihr mutmaßlicher Führungsoffizier fungiert haben und seine Tätigkeit unter diplomatischem Schutz an der russischen Botschaft in Berlin ausgeübt haben.

Vorwürfe der Ermittlungsbehörden

Nach Erkenntnissen der Ermittler soll Ilona W. spätestens seit November 2023 geheime Kontakte zur russischen Botschaft unterhalten haben.

Sie habe Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochrangiger politischer Veranstaltungen gesammelt, darunter Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

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Darüber hinaus soll sie Informationen zu sicherheitsrelevanten Themen beschafft haben, etwa zu Standorten der Rüstungsindustrie, zu Drohnentests sowie zu geplanten Lieferungen von Drohnen an die Ukraine.

Hinweise der Sicherheitsdienste

Mehrfach soll W. ihrem Kontaktmann geholfen haben, politische Veranstaltungen in Berlin unter falscher Identität zu besuchen, um neue Kontakte aufzubauen.

Entscheidende Hinweise in dem Fall erhielt die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben vom Bundesamt für Verfassungsschutz sowie vom Militärischen Abschirmdienst der Bundeswehr.

Quelle: BILD

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