Scholz und Macron in Berlin: Ein Treffen zur Überwindung von Differenzen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

10 Wochen vor

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13/03/2024
Foto: Wiki Commons
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Deutschland und Frankreich ringen um gemeinsame Linie.

Knapp drei Wochen nach einer kontroversen Ukrainekonferenz in Paris, die zu einem Eklat zwischen Deutschland und Frankreich führte, trafen sich Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron in Berlin, wie DER SPIEGEL berichtet. 

Auf der Konferenz hatte Macron die Möglichkeit der Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine nicht ausgeschlossen, was Scholz in den folgenden Tagen mehrfach öffentlich kritisierte.

Der deutsche Bundeskanzler betonte, keine deutschen Soldaten in die Ukraine zu senden. Auch der polnische Außenminister Radosław Sikorski äußerte sich positiv zu Macrons Vorstoß, während Tusk klarstellte, ebenfalls keine Bodentruppen entsenden zu wollen.

Das Treffen in Berlin diente nicht nur der Klärung der Differenzen in der Ukrainepolitik, sondern auch der Stärkung des Weimarer Dreiecks, einer Initiative, die 1991 zur Heranführung Polens und anderer osteuropäischer Staaten an die EU und die NATO ins Leben gerufen wurde. 

In den letzten Jahren hatte diese Kooperation an Bedeutung verloren.

Das Treffen unterstreicht die Notwendigkeit einer abgestimmten europäischen Haltung in der Ukraine-Krise und die Bedeutung der deutsch-französischen Achse für die europäische Politik. 

Trotz der Meinungsverschiedenheiten bleibt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ein zentraler Pfeiler der EU-Außenpolitik.