Spionage-Skandal erschüttert Deutschland: BND-Mitarbeiter soll geheime Informationen an Russland verkauft haben

Geschrieben von Olivia Rosenberg

22 Wochen vor

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13/12/2023
Foto: Shutterstock
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BND-Mitarbeiter vor Gericht wegen Landesverrats.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND), Carsten L., steht vor Gericht, weil er streng geheime Informationen an einen russischen Geheimdienst verkauft haben soll. 

Dieser Fall von mutmaßlichem Verrat hat den BND tief getroffen und wird nun vor dem Berliner Kammergericht verhandelt.

Laut einem Bericht der Tagesschau wirft der Generalbundesanwalt Carsten L. und dem Geschäftsmann Arthur E. besonders schweren Landesverrat vor. 

Carsten L. soll insgesamt neun Dokumente aus dem BND entwendet und an Arthur E. weitergegeben haben, der sie wiederum dem russischen Geheimdienst FSB in Moskau übergeben haben soll. Die Übergaben fanden in Pullach und Berlin statt.

Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden Männer sich im Mai 2021 in Weilheim bei München kennengelernt hatten. 

Carsten L. war damals Referatsleiter in der Abteilung "Technische Aufklärung" des BND in Pullach, während Arthur E. als Geschäftsmann mit Gold und Edelsteinen handelte. 

Der Verrat soll bei einem Treffen am Starnberger See vereinbart worden sein, an dem auch ein russischer Unternehmer mit Kontakten zum FSB teilnahm.

Für den Verrat sollen Carsten L. und Arthur E. vom FSB insgesamt 850.000 Euro erhalten haben. 

Der Fall hat nicht nur den BND erschüttert, sondern auch die Sicherheit Deutschlands beeinträchtigt, insbesondere während des Krieges Russlands gegen die Ukraine. 

Der Prozess könnte wichtige Einblicke in die Spionageaktivitäten und die Sicherheitslage in Deutschland bieten, wobei Teile der Verhandlung möglicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden werden.