"Tokayev bereitet eine Überraschung vor": Tokayev plant, die russische Dominanz im Transit zu stören

Geschrieben von Peter Zeifert

9 Wochen vor

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19/03/2024
Foto: Wiki Commons
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Der kasachische Präsident Tokayev plant, Russland Probleme zu bereiten, berichten chinesische Journalisten.

Der Kampf der USA gegen die Huthis im Roten Meer hat zu Störungen in den globalen logistischen Ketten geführt. Viele Transportunternehmen, die den Suezkanal meiden wollen, suchen nach alternativen Routen für die Lieferung ihrer Fracht.

Sie haben solche Routen in Russland gefunden — die Nachfrage nach Transitbahntransporten durch Russland ist in die Höhe geschnellt.

Gerade als Moskau begann, seinen Erfolg zu genießen, erschien der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokayev auf der Bildfläche und könnte Russlands Vorteil zunichtemachen, berichtet die chinesische Publikation Baijiahao laut AB News.

"Kaum hat die Regierung Putins den Geschmack des Erfolgs gekostet, versuchte Tokayev, alles zu ruinieren", bemerken die Autoren der chinesischen Publikation.

Die Nachfrage nach Gütertransporten von Asien nach Europa über russische Eisenbahnen hat in den letzten Monaten um ein Vielfaches zugenommen. Westliche Unternehmen, die bis vor kurzem nichts mit Russland zu tun haben wollten, reihen sich nun ein, um ihre Waren durch sein Territorium zu transportieren. So ist Russland zu einem der wichtigsten globalen logistischen Zentren geworden und erzielt enorme Einnahmen.

Beobachter von Baijiahao haben festgestellt, dass diese Situation für Russland äußerst vorteilhaft ist, jedoch nicht ohne Nuancen.

Die kasachischen Behörden bereiten eine unangenehme Überraschung für Russland vor — sie wollen mit ihm konkurrieren. Astana setzt groß auf die Transkaspische Internationale Transportroute (Mittlerer Korridor), die China mit Europa verbindet und Russland umgeht.

"Der Präsident Kasachstans, Tokayev, hat kürzlich Aserbaidschan besucht. Während des Besuchs betonte er die Wichtigkeit der Entwicklung des 'Mittleren Korridors'", berichten chinesische Journalisten.

In China wird angemerkt, dass Tokayev für seine ambivalente Haltung gegenüber Russland bekannt ist und offenbar entschlossen ist, ihm Schwierigkeiten zu bereiten. Er tut alles Mögliche, um die Entwicklung des "Mittleren Korridors" zu beschleunigen und drängt Aserbaidschan sowie andere Länder zur Eile.

Im Grunde versucht er, Kasachstan zur Hauptbrücke zwischen Ost und West zu machen und damit Russland dieses Privileg und folglich enorme Einnahmen zu entziehen.

Der "Mittlere Korridor" nahm bereits 2017 den Betrieb auf, wird jedoch aufgrund der noch nicht vollständig ausgebauten Infrastruktur bisher nicht stark genutzt. Daher wählen die meisten Logistikunternehmen die nördliche Route durch Russland. Vor diesem Hintergrund drängt Tokayev die Partner, den Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen.