Donald Trump hat in einem Interview ungewöhnlich offen über seine Gesundheit gesprochen.
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Dabei ging es auch um eine medizinische Routine, bei der er bewusst Empfehlungen seiner Ärzte missachtet.
Hohe Aspirindosis seit Jahrzehnten
Der US-Präsident erklärte, dass er seit rund 25 Jahren täglich Aspirin in einer vergleichsweise hohen Dosis einnimmt.
Nach Angaben seines Arztes, Navy-Kapitän Sean Barbabella, handelt es sich um 325 Milligramm pro Tag, die Trump zur Vorbeugung von Herzproblemen einnimmt.
Diese Menge liegt deutlich über der üblichen Niedrigdosis, die laut medizinischen Leitlinien häufig empfohlen wird.
Trump räumte ein, dass ihm mehrfach geraten wurde, die Dosierung zu reduzieren. Er habe sich jedoch dagegen entschieden, da er diese Praxis seit vielen Jahren beibehalte.
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Nebenwirkungen nimmt Trump in Kauf
In dem Gespräch mit dem Wall Street Journal sagte Trump, die höhere Dosis habe sichtbare Folgen:
„Sie würden lieber wollen, dass ich die kleinere Dosis nehme. Ich nehme die größere, aber das mache ich schon seit Jahren, und das führt dazu, dass es zu Blutergüssen kommt.“
Seine Entscheidung begründete er mit einer persönlichen Überzeugung:
„Ich bin ein wenig abergläubisch. Man sagt, Aspirin sei gut, um das Blut zu verdünnen, und ich möchte nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fließt. Ich möchte, dass dünnes, gut fließendes Blut durch mein Herz strömt. Ergibt das Sinn?“
Medizinische Einordnung
Der britische Gesundheitsdienst NHS erklärt, dass Aspirin das Blut „weniger klebrig“ macht und dadurch das Risiko von Blutgerinnseln senken kann. Üblicherweise werde dafür eine Tagesdosis von 75 Milligramm eingesetzt, in Einzelfällen auch mehr.
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Auch die Mayo Clinic weist darauf hin, dass höhere Dosen zwar möglich sind, mit zunehmendem Alter jedoch vor allem das Risiko für Blutungen steigt.
Trumps Gesundheitszustand
Im vergangenen Oktober unterzog sich Trump einem routinemäßigen Gesundheitscheck im Walter Reed Medical Center.
In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte Barbabella damals:
„Präsident Donald J. Trump befindet sich weiterhin in außergewöhnlich guter gesundheitlicher Verfassung und zeigt eine starke kardiovaskuläre, pulmonale, neurologische und körperliche Leistungsfähigkeit.“
Im aktuellen Interview betonte Trump zudem die Bedeutung seiner familiären Veranlagung: „Genetik ist sehr wichtig. Und ich habe sehr gute Gene.“
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Quelle: The Wall Street Journal, Express