Der außenpolitische Ton aus Washington wird schärfer.
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Nachdem US-Präsident Donald Trump zuletzt mit drastischen Aussagen zu anderen internationalen Themen für Aufsehen gesorgt hatte, richtet sich sein Fokus nun auf Mexiko.
Auslöser ist erneut der Kampf gegen Drogenkartelle, den Trump mit ungewöhnlich harten Worten beschreibt.
In einem Interview mit dem konservativen Sender Fox News erklärte der Präsident, die Kartelle hätten die Kontrolle über Mexiko übernommen.
„Wir werden im Kampf gegen die Kartelle zuschlagen“, sagte Trump im Gespräch mit Moderator Sean Hannity.
Militärische Maßnahmen schloss er dabei nicht ausdrücklich aus.
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Selbstlob und drastische Zahlen
Trump stellte seine bisherige Anti-Drogen-Politik als Erfolg dar. Nach seinen Angaben seien bereits „97 Prozent der Drogen, die auf dem Seeweg ins Land kommen“, gestoppt worden.
Nun wolle man verstärkt auch gegen Schmuggelrouten an Land vorgehen.
Gleichzeitig zeichnete Trump ein düsteres Bild der Lage in den USA. Er machte Drogen für Hunderttausende Todesfälle pro Jahr verantwortlich und sprach von zerstörten Familien und tiefgreifenden gesellschaftlichen Folgen.
Die Zahlen nannte er ohne nähere Einordnung, betonte jedoch mehrfach, dass seine Politik die Entwicklung umkehre.
Die Grenze als politisches Kernargument
Erneut griff Trump auch das Thema Migration auf. Die Grenze zu Mexiko sei über Jahre hinweg außer Kontrolle gewesen.
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Während seiner ersten Amtszeit habe er die Situation rasch verbessert, sagte er, und aktuell sei die Grenze „im Grunde geschlossen“. Illegale Einreisen fänden kaum noch statt.
Offene Fragen bleiben
Rechtliche Aspekte möglicher militärischer Schritte gegen Mexiko spielten im Fox-News-Interview keine Rolle.
Erst in einem späteren Gespräch mit Journalisten, unter anderem von der New York Times, wurde die völkerrechtliche Dimension angesprochen.
Konkrete Pläne oder Zeitrahmen nannte der Präsident bislang nicht.
Quelle: Bild