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Trumps ehemaliger Vizepräsident kritisiert seinen Grönland-Plan

Mike Pence
Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Pence äußert Bedenken zu Trumps Grönland-Strategie.

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Der frühere Vizepräsident von Donald Trump, Mike Pence, hat sich zu Präsident Trumps umstrittener Strategie geäußert, Grönland zu erwerben.

In einem Auftritt bei CNN State of the Union zeigte sich Pence besorgt über den Einsatz von Zöllen gegen Dänemark und andere NATO-Verbündete, um den Erwerb voranzutreiben – ein Schritt, den Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

Pences Vorbehalte

Pence räumte ein, dass die USA aufgrund der strategischen Lage und der natürlichen Ressourcen ein legitimes Interesse an Grönland hätten.

Er stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit infrage, Zölle gegen NATO-Verbündete zu verhängen, um dieses Ziel zu erreichen.

„Es ist derzeit die Frage, Jake, nicht was der Präsident zu erreichen versucht, sondern wie“, sagte Pence. „Ich habe Bedenken, eine aus meiner Sicht fragwürdige verfassungsrechtliche Befugnis zu nutzen und einseitige Zölle gegen NATO-Verbündete zu verhängen, um dieses Ziel zu erreichen.“

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Zudem verwies er auf seine früheren Bedenken hinsichtlich der Andeutung militärischer Maßnahmen zur Übernahme Grönlands – ein Punkt, den Trump inzwischen aus der öffentlichen Debatte fallen gelassen habe.

Trumps Zollankündigung

Am Samstag kündigte Präsident Trump an, ab dem kommenden Monat einen Zoll von zehn Prozent auf Dänemark und seine europäischen Verbündeten zu erheben.

Die Zölle sollen nach Trumps Angaben so lange in Kraft bleiben, bis eine Vereinbarung über den „vollständigen und totalen Kauf Grönlands“ erzielt sei.

„Wir haben Dänemark sowie alle Länder der Europäischen Union und andere seit vielen Jahren subventioniert, indem wir ihnen keine Zölle oder andere Formen der Vergütung berechnet haben“, schrieb Trump auf Truth Social.

„Jetzt ist es nach Jahrhunderten an der Zeit, dass Dänemark etwas zurückgibt — der Weltfrieden steht auf dem Spiel!“

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Trumps anhaltendes Interesse an Grönland hat die Kontroverse weiter angeheizt, insbesondere durch die jüngste Eskalation von Drohungen gegenüber dem dänischen Territorium.

Politischer Gegenwind

Pences Äußerungen folgen auf zunehmende Kritik aus dem Kongress, insbesondere von dem demokratischen Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer (D–New York), der Trumps geplante Zölle als „leichtsinnig“ bezeichnete.

„Donald Trumps leichtsinnige Zölle haben bereits die Preise in die Höhe getrieben und unserer Wirtschaft geschadet“, erklärte Schumer in einer Stellungnahme. „Nun verschärft er die Lage weiter, indem er Zölle gegen unsere engsten Verbündeten verhängt – für seine chimärische Mission, Grönland zu übernehmen.“

Bislang hat das Weiße Haus keine offizielle Stellungnahme zu der Kritik abgegeben.

Quellen: CNN, The Hill

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