Ukraine fordert 60 Milliarden Dollar Entschädigung für ökologische Schäden von Russland

Geschrieben von Peter Zeifert

19 Wochen vor

|

09/01/2024
Foto: Shutterstock.com
Foto: Shutterstock.com
Ukraine fordert 60 Milliarden Dollar Entschädigung für ökologische Schäden von Russland.

Nach dem jüngsten Beschuss durch Russland hat Kiew eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität erlebt, was Besorgnis erregt und eine robuste Reaktion der ukrainischen Behörden hervorgerufen hat.

Laut New Voice Ukraine berichtete der Leiter des Präsidialamtes, Andrij Jermak, über die besorgniserregende Umweltauswirkung des Beschusses und wies auf einen Anstieg schädlicher Substanzen in der Luft hin. "Die Luftqualität in Kiew hat sich stark verschlechtert, belastet mit hohen Konzentrationen von Verbrennungsprodukten, Chemikalien und Staub", erklärte Jermak.

Diese Umweltverschlechterung hat nicht nur die unmittelbare Luftqualität beeinträchtigt, sondern auch zu erheblichen ökologischen Schäden geführt. Laut Jermak ist der geschätzte Schaden an der Natur auf über 56 Milliarden Euro (ungefähr 61,4 Milliarden US-Dollar) gestiegen. Diese Zahl ergibt sich vor dem Hintergrund von über 3.300 dokumentierten rechtlichen Fällen, die das Ausmaß der Umweltauswirkungen unterstreichen.

In einem entschlossenen Schritt bereitet sich die Ukraine darauf vor, Russland für die verursachte ökologische Zerstörung zur Rechenschaft zu ziehen. Jermak unterstrich diese Absicht und betonte das Engagement der Ukraine, Entschädigungen für die zugefügten Umweltschäden zu fordern.

In einer positiven Entwicklung drückte Jermak seine Dankbarkeit gegenüber der Internationalen Arbeitsgruppe für die Ausarbeitung des Vertrags über den Naturschutz für die Ukraine aus. Er betonte die Bedeutung des Vertrags und erklärte:

"Dieses Dokument ist entscheidend für die Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Krieges auf die Natur, ein Anliegen, das nicht nur für die Ukraine, sondern für die gesamte Weltgemeinschaft von Bedeutung ist."

Jermak lud die Vertreter der Internationalen Arbeitsgruppe ein, die Ukraine zu besuchen. Der Zweck dieses Besuchs ist zweifach: Teilnahme an der öffentlichen Vorstellung des Vertrags und dessen offizielle Präsentation an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

In Anbetracht der bevorstehenden Herausforderungen erkannte Jermak die Notwendigkeit internationaler Unterstützung bei der Umsetzung des Vertrags sowohl in der Ukraine als auch weltweit an.

"Wir freuen uns auf Ihre Hilfe und Unterstützung", sagte er in Erwartung fruchtbarer Diskussionen über weitere Kooperationspläne während ihres Treffens in Kiew.