Ungarischer Außenminister fordert bei Besuch in Uschhorod ein Ende des Krieges in der Ukraine

Peter Zeifert

24 Wochen vor

|

29/01/2024
Welt
Foto: I T S / Shutterstock.com
Foto: I T S / Shutterstock.com
Ungarischer Außenminister fordert bei Besuch in Uschhorod ein Ende des Krieges in der Ukraine.

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó betonte während seines kürzlichen Besuchs in Uschhorod die dringende Notwendigkeit eines Friedens in der Ukraine. Er hob hervor, dass Leben nur durch friedliche Mittel gerettet werden könne. Diese Aussage teilte er in einem Facebook-Post am 29. Januar mit.

In einer bedeutenden Geste besuchten Szijjártó, Andriy Yermak, der Leiter des Präsidialamtes von Präsident Wolodymyr Selenskyj, und der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba den größten Friedhof in Uschhorod, den Kalvarienberg, wo viele im Krieg gefallene ukrainische Soldaten begraben sind.

Szijjártós bewegende Botschaft auf Facebook lautete: „Immer mehr Menschen sterben auf dem Schlachtfeld, wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr sterben! Der Krieg muss enden, Leben können nur durch Frieden gerettet werden.“ Dies spiegelt die tiefe Sorge um die eskalierenden menschlichen Verluste des Konflikts wider.

Der Besuch in Uschhorod durch den ungarischen Minister und seine Delegation zielte hauptsächlich darauf ab, Gespräche mit ukrainischen Beamten zu führen. Yermak drückte vor dem Treffen die Absicht aus, die Beziehungen zu Budapest durch offenen und ehrlichen Dialog zu verbessern.

Oleg Nikolenko, Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, merkte an, dass der Schwerpunkt dieser Gespräche auf der Organisation eines Treffens zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban lag. Dieses Treffen soll wichtige Entscheidungen in der EU fördern und die umfassende Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine vorantreiben.

Kuleba und Szijjártó trafen sich am 11. Dezember in Brüssel zum ersten Mal seit Beginn der großangelegten Invasion. Ein Hauptthema der Gespräche war die Entscheidung der Europäischen Union, Verhandlungen mit der Ukraine über einen EU-Beitritt zu beginnen.

Szijjártó hat sich deutlich für ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, da dies den Krieg verlängere. Er hat sich auch gegen Sanktionen gegen Russland ausgesprochen und Gespräche mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geführt, um die Zusammenarbeit zu stärken. Dieser Besuch und Szijjártós Aufruf zum Frieden markieren einen bedeutenden Moment in den laufenden diplomatischen Bemühungen, den Konflikt in der Ukraine zu lösen.