Ursula von der Leyen: Mit Rückenwind zur Spitzenkandidatin der EVP

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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EVP ringt um gemeinsame Linie.

Ursula von der Leyen, die amtierende Präsidentin der Europäischen Kommission, wurde von der Europäischen Volkspartei (EVP) in Bukarest zur Spitzenkandidatin für die bevorstehende Europawahl gekürt. 

Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 400 der 499 Stimmen setzte sich von der Leyen gegen ihre Wettbewerber durch und positionierte sich damit erneut an der Spitze der EVP für eine mögliche zweite Amtszeit. 

Ihre Nominierung spiegelt das Vertrauen wider, das viele Delegierte in ihre Führung und Vision für Europa setzen, so die Tagesschau.

In ihrer Bewerbungsrede adressierte von der Leyen die drängendsten geopolitischen Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, darunter die Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen sowie den machtpolitischen Aufstieg Chinas. 

Sie warnte vor den Versuchen, die europäische Geschichte umzuschreiben und die Zukunft des Kontinents zu kapern, und betonte die Bedeutung der anstehenden Wahl für die Richtung, die Europa einschlagen wird.

Trotz der starken Unterstützung innerhalb der EVP gibt es deutliche Differenzen zwischen von der Leyens politischer Agenda und dem Wahlprogramm der Partei. 

Besonders kontrovers diskutiert wird ihr Green Deal, der darauf abzielt, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. 

Kritiker innerhalb der EVP befürchten, dass dieses Vorhaben die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtigen und die Landwirtschaft gefährden könnte.