Startseite Welt US-Geheimdienste befürchten Manipulation Trumps durch Verbündeten bei Flugzeugwechsel

US-Geheimdienste befürchten Manipulation Trumps durch Verbündeten bei Flugzeugwechsel

Donald Trump abroad Air Force One
Official White House Photo by Joyce N. Boghosian, Public domain, via Wikimedia Commons

Sicherheitsteams weigerten sich, bei der physischen Sicherheit des Präsidenten irgendwelche Risiken einzugehen.

Der Schutz eines Staatschefs erfordert die ständige Prüfung einer Flut von hochbrisanten Warnungen und verborgenen politischen Motiven.

Sicherheitsteams müssen bei ausländischen Warnungen schnell handeln, selbst wenn Analysten im eigenen Land die zugrunde liegenden Beweise mit tiefem Misstrauen betrachten.

Ein plötzlicher Wechsel

Eine jüngste Entscheidung, mitten auf einer Reise das Flugzeug zu wechseln, hat innerhalb amerikanischer nationaler Sicherheitskreise eine heftige Debatte ausgelöst. Die unerwartete Reiseänderung ereignete sich, als Präsident Donald Trump sich darauf vorbereitete, einen NATO-Gipfel in der Türkei zu verlassen.

Ausländische Beamte hatten dringende Warnungen bezüglich angeblicher iranischer Attentatspläne gegen den Präsidenten herausgegeben. Geheimdienstanalysten in Washington stellten jedoch die Gültigkeit dieser Warnungen rasch infrage, wie ein Bericht der Washington Post, zitiert von The Jerusalem Post, angibt.

Insbesondere CIA-Analysten, die die Informationen prüften, befanden sie als nicht überzeugend und substanzlos. Ein Beamter merkte an, dass die Bedrohungen „israelischen Ursprungs, nicht von den USA generiert und als wenig glaubwürdig eingestuft“ worden seien.

Einige amerikanische Beamte vermuteten, dass die Warnung darauf abzielte, die US-Außenpolitik zu manipulieren. Eine Quelle behauptete, die Warnung „passe in ein breiteres Muster israelischer Geheimdienstberichte, die einige Beamte als ebenso darauf ausgelegt betrachten, die Entscheidungsfindung des Präsidenten zu beeinflussen, wie sie zu informieren“.

Keine Risiken eingehen

Trotz tiefgreifender Skepsis innerhalb der Geheimdienste weigerten sich die Sicherheitsteams, bei der physischen Sicherheit des Präsidenten irgendwelche Risiken einzugehen. Der US-Secret Service nahm die Warnungen ernst und bemühte sich, seinen tatsächlichen Reiseplan zu verbergen.

Vergangene Sicherheitsbedenken beeinflussten die schnelle Entscheidung auf dem Rollfeld deutlich. Ein Beamter erklärte der Washington Post: „Der Secret Service hatte mit diesem Präsidenten drei Beinahe-Vorfälle, sodass sie keine Risiken eingehen“, und fügte hinzu: „Sie taten, was sie tun mussten.“

Trump äußerte sich am Dienstag gegenüber Reportern zu dem plötzlichen Flugzeugwechsel. Der Präsident stellte klar, dass er Anweisungen einfach befolgt, wenn sein Sicherheitsteam Bedenken äußert.

„Sie wollten, dass ich aus Sicherheitsgründen einen anderen Flug, ein anderes Flugzeug nehme, aber sie wollten, dass ich es tue, also tue ich es. Ich tue, was sie sagen“, erklärte Trump.

Quellen: The Washington Post, The Jerusalem Post